Autor
Louis Agassiz
Schweizerisch-amerikanischer Naturforscher (1807-1873)
- Geboren
- 28. Mai 1807, Môtier
- Gestorben
- 14. Dezember 1873, Cambridge
- Staatsangehörigkeit
- Schweiz und Vereinigte Staaten
- Beruf
- Geologe, Paläontologe, Rassentheoretiker, Zoologe und Glaziologe
Leben und Werk
Jean Louis Rodolphe Agassiz (* 28. Mai 1807 in Môtier, Kanton Freiburg, Schweiz; † 14. Dezember 1873 in Cambridge, Massachusetts, Vereinigte Staaten) war ein schweizerisch-amerikanischer Naturforscher.
Agassiz war einer der ersten international renommierten US-amerikanischen Wissenschaftler. Nachhaltig sind vor allem seine Leistungen als Zoologe, insbesondere in der Ichthyologie, und als Hochschullehrer und seine Untersuchung der Gletscher der Alpen. In neuerer Zeit werden Agassiz’ Ansichten über Rassen beim Menschen kritisch gesehen.
Biographie
Louis Agassiz wurde als Sohn eines protestantischen Pfarrers in Vully-le-Haut (heute: Haut-Vully) im Ortsteil Môtier in der Schweiz geboren. Sein jüngerer Bruder Auguste Agassiz war als Uhrmacher tätig und begründete das Vorgängerunternehmen von Longines.
Zuerst zu Hause erzogen, verbrachte Agassiz vier Jahre an höheren Schulen in Biel/Bienne und Lausanne. Mit der Zielrichtung, Mediziner zu werden, studierte er ab 1824 an der Universität Zürich, der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Ludwig-Maximilians-Universität München. In Heidelberg und München war er Mitglied des Corps Helvetia. In Heidelberg entwickelte sich auch ein Freundschaftsverhältnis mit dem Botaniker Karl Friedrich Schimper, das auch nach dem Wechsel nach München im Jahr 1828 weiter bestand, aber später auf verhängnisvolle Weise zerbrach. Durch Schimper wurde er angeregt, sich auch mit den Naturwissenschaften zu beschäftigen, bereits 1828 publizierte er die ersten Arbeiten über Fische. 1829 wurde er zum Doktor der Philosophie in Erlangen und 1830 zum Doktor der Medizin in München promoviert. Bei einem mehrmonatigen Aufenthalt in Paris wurden Alexander von Humboldt und Georges Cuvier seine Mentoren.
Text: “Louis Agassiz”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

