Porträt von Louis Delluc
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Autor

Louis Delluc

Französischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Schriftsteller, Filmkritiker und Filmtheoretiker (1890-1924)

Geboren
14. Oktober 1890, Cadouin
Gestorben
22. März 1924, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Drehbuchautor, Filmregisseur, Filmkritiker, Schriftsteller und Kunstkritiker
Strömung
Impressionismus
Wichtige Werke
The Woman from Nowhere

Leben und Werk

Louis-Jean-René Delluc (* 14. Oktober 1890 in Cadouin, Frankreich; † 22. März 1924 in Paris, Frankreich) war ein französischer Filmregisseur, Drehbuchautor, Schriftsteller, Filmkritiker und Filmtheoretiker.

Ausbildung und Tätigkeit als Journalist

Louis Delluc wurde 1890 als Louis-Jean-René Delluc im Département Dordogne im Südwesten Frankreichs geboren. Sein Vater war Besitzer einer Apotheke in Cadouin und stellvertretender Bürgermeister des Ortes. Ein paar Jahre nach Dellucs Geburt zog die Familie nach Bordeaux, ehe sie 1903 nach Paris übersiedelte. In der französischen Hauptstadt erhielt Delluc eine klassische Schulausbildung am Lycée Henri IV und dem Lycée Charlemagne, wo er u. a. Léon Moussinac (1890–1964) kennenlernte, einen später in Frankreich bekannten Filmkritiker, mit dem ihn eine lebenslange Freundschaft verbinden sollte. Im Alter von vierzehn Jahren hatte Delluc, der zu dieser Zeit der Literatur und dem Theater sehr zugetan war, bereits mehrere Stücke verfasst. Mit fünfzehn Jahren erhielt er einen Preis für sein erstes veröffentlichtes Gedicht. Delluc publizierte daraufhin Theaterkritiken und Lyrik und stellte seine Gedichte zwischen 1907 und 1909 u. a. dem Petit Poète de Nice, dem Le Courier de Paris-Province und der La Revue Française zur Verfügung. 1908 erschien seine erste Gedichtsammlung unter dem Titel Chansons du jeune temps und ein Jahr später gab Delluc sein Studium auf, das ihn an die Écoles normales supérieures (ENS) hätte führen sollen.

Nach seinem Studienabbruch wandte sich Louis Delluc dem Journalismus zu. 1910 wurde er Mitarbeiter des renommierten Pariser Theaterjournals Comoedia illustré. Durch diese Tätigkeit machte er die Bekanntschaft mit vielen Theaterschaffenden, darunter die Regisseurin Irénée Mauget, die Dellucs Theaterstück Francesca am 11. Juni 1911 im Théâtre de Verdure in Marnes-la-Coquette uraufführte. Mit 23 Jahren lernte er die Belgierin Ève Francis (1886–1980) kennen, bürgerlich Eva François, die in mehreren Hauptrollen in den Stücken des französischen Schriftstellers Paul Claudel gespielt hatte und als dessen Muse galt. Mit Francis verband Delluc u. a. die Liebe zur Musik Claude Debussys, zum Ballett und der russischen Tänzerin Ida Rubinstein, Ikone und Patronin der Belle Époque. Francis nahm Delluc zu zahlreichen Filmvorführungen mit, doch er verachtete die so genannten Kunstfilme seiner Epoche, Wochenschauen, und Werke wie Louis Feuillades 1913 entstandene Fortsetzungsserie Fantômas. Erst 1916, durch die Vorführung von Cecil B. DeMilles Stummfilm The Cheat (1915), änderte sich seine Meinung. Das US-amerikanische Kino faszinierte Delluc und er begann Filmkritiken zu schreiben und sich für das Filmemachen zu interessieren. 1916 und wurde sein erster Roman Monsieur Berlin veröffentlicht. 1917 veröffentlichte er seine erste Filmkritik in Henri Diamant-Bergers (1895–1972) Magazin Le Film, das er bis 1919 auch mitherausgeben sollte, sowie seinen zweiten Roman La guerre est morte.

Text: “Louis Delluc”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Louis Delluc

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