Autor
Ludmilla Assing
Deutsche Schriftstellerin
- Geboren
- 22. Februar 1821, Hamburg
- Gestorben
- 25. März 1880, Florenz
- Staatsangehörigkeit
- Hamburg
- Beruf
- Übersetzerin, Schriftstellerin, Salonnière, Biografin und bildende Künstlerin
Leben und Werk
Rosa Ludmilla Assing (* 22. Februar 1821 in Hamburg; † 25. März 1880 in Florenz, 1873/74 Assing-Grimelli) war eine deutsche Schriftstellerin, Biografin, Übersetzerin, Herausgeberin, Journalistin und Künstlerin. Sie schrieb auch unter den Pseudonymen Achim Lothar und Talora. Assing wirkte an den politischen Ereignissen ihrer Zeit publizistisch mit, so der Märzrevolution 1848 und dem italienischen Risorgimento. Assing vermachte ihren eigenen umfangreichen literarischen Nachlass und die heute so genannte Sammlung Varnhagen der Königlichen Bibliothek Berlin.
Leben
Ludmilla Assing war die zweite Tochter der Schriftstellerin, Erzieherin und Scherenschnittkünstlerin Rosa Maria Varnhagen und des jüdischen Mediziners David Assur Assing, der aus Königsberg stammte. Sie wuchs in einem liberalen und musisch und geistig inspirierten Elternhaus auf. Ihre Mutter empfing unter anderen Heinrich Heine, Friedrich Hebbel, Karl Gutzkow und die Dichter des „Jungen Deutschland“ in ihrem Salon; ihre Töchter Ottilie und Ludmilla nahmen an politischen Diskussionen teil.
Nach dem Tod ihrer Eltern siedelten die Schwestern 1842 zu ihrem Onkel Karl August Varnhagen, dessen Frau Rahel Varnhagen 1833 verstorben war, nach Berlin über. Während Ottilie im Streit das Haus verließ und später in die USA auswanderte, blieb Ludmilla Assing bis zu Varnhagens Tod 1858 bei ihm und erbte den umfangreichen Nachlass (→ siehe Artikel Sammlung Varnhagen).
Schon vor 1848 verfasste Ludmilla Assing Feuilletons, später auch politische Berichte, so im Telegraph für Deutschland, später in der Deutschen Allgemeinen Zeitung, in Europa. Chronik der gebildeten Welt und den Jahreszeiten. Sie und ihr Onkel erlebten die Märzrevolution in Berlin. Ihre Augenzeugenberichte vom Barrikadenkampf erschienen im selben Jahr. Als begabte Zeichnerin schuf sie auch Pastellporträts von Varnhagens Besuchern, unter anderem ein Bildnis von Gottfried Keller, mit dem sie jahrelang in Briefwechsel stand. Zu ihren Freunden gehörten außerdem Ferdinand Lassalle, das Ehepaar Emma und Georg Herwegh, Hedwig Dohm sowie der Fürst Pückler.
Text: “Ludmilla Assing”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Ludmilla Assing
1 buch

