Porträt von Ludwig Nohl
Foto: Ed. Lange Heidelberg Hauptstrasse 87 · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Ludwig Nohl

Deutscher Musikwissenschaftler

Geboren
5. Dezember 1831, Iserlohn
Gestorben
15. Dezember 1885, Heidelberg
Staatsangehörigkeit
Königreich Preußen
Beruf
Professor, Musikwissenschaftler, Musikhistoriker, Komponist und Hochschullehrer

Leben und Werk

Ludwig Karl Friedrich Nohl (* 5. Dezember 1831 in Iserlohn; † 15. Dezember 1885 in Heidelberg) war ein deutscher Musikwissenschaftler und Musikschriftsteller.

Leben

Nach dem Besuch des Gymnasiums in Duisburg studierte Nohl zunächst Jura an den Universitäten in Bonn, Heidelberg und Berlin, wo er daneben Musikunterricht bei Siegfried Dehn und Friedrich Kiel nahm. Während seines Studiums wurde er 1851 Mitglied der Burschenschaft Alemannia Bonn. 1853 bis 1856 war er Referendar, unternahm anschließend Reisen nach Frankreich und Italien und wurde dann Musiklehrer in Heidelberg. 1860 habilitierte er sich mit einer Arbeit über Mozart und wurde Privatdozent für „Geschichte und Ästhetik der Tonkunst“.

1864 übersiedelte Nohl nach München, suchte die Bekanntschaft von Richard Wagner – für dessen Werke er sich schriftstellerisch einsetzte – und wurde 1865 für eine Sammlung von Mozart-Briefen von König Ludwig II. mit dem Titel eines Professors an der Universität München geehrt. Nach Heinrich Carl Breidenstein in Bonn (1826) und Adolf Bernhard Marx in Berlin (1830) war die für Nohl 1865 in München geschaffene außerordentliche Professur die dritte ihrer Art überhaupt und hat daher für die Geschichte der Musikwissenschaft als universitärer Disziplin eine große Bedeutung. 1868 gab er die Stelle auf, um als freier Autor in Badenweiler zu leben. 1872 nahm er seine Lehrtätigkeit an der Universität Heidelberg wieder auf und unterrichtete dort bis zu seinem Tode Geschichte und Ästhetik der Musik. Parallel dazu wurde er 1875 Dozent am Polytechnikum in Karlsruhe und dort 1880 zum Professor ernannt. (Aus der Einrichtung ging später das Karlsruher Institut für Technologie hervor.)

Text: “Ludwig Nohl”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Ludwig Nohl

4 bücher