Autor
Lysias
Griechischer Logograph
- Geboren
- 445 v. Chr., Athen
- Gestorben
- 380 v. Chr., Athen
- Beruf
- Redner, Logograph und Schriftsteller
Leben und Werk
Lysias (griechisch Λυσίας Lysías; * um 445 v. Chr. in Athen; † um 380 v. Chr.) war ein griechischer Logograph. Seine erhaltenen Reden sind eine der Hauptquellen für die Verhältnisse in Athen nach dem Ende des Peloponnesischen Krieges.
Leben
Lysias’ Vater Kephalos kam aus Syrakus und betrieb als Metöke im Hafen Athens, dem Peiraieus (Piräus), eine Schildmanufaktur. Nach dem Tod seines Vaters ging der ungefähr 15-jährige Lysias zusammen mit seinem Bruder Polemarchos nach Thurioi im unteritalischen Großgriechenland. Dort ließ sich Lysias bei Teisias, einem Schüler des Korax, in der Rhetorik ausbilden. Nach der sizilischen Katastrophe mussten sie zurück nach Athen flüchten. Lysias versuchte sich anschließend als Rhetoriklehrer.
Die Dreißig ließen Polemarchos hinrichten. Lysias konnte fliehen und beteiligte sich am Kampf für die Wiedererrichtung der attischen Demokratie. Später scheiterte ein Antrag des Thrasybulos, den Metöken, die am Sturz der Dreißig teilgenommen hatten, das Bürgerrecht zu verleihen. Als Metöke konnte Lysias keine politische Laufbahn einschlagen. Nach dem Verlust seines Vermögens während der Herrschaft der Dreißig war er gezwungen, seinen Lebensunterhalt als Logograph zu verdienen.
Zu den Olympischen Spielen des Jahres 388 v. Chr. trug Lysias seine Rede mit dem Titel Olympiakos vor, in der er zum Kampf gegen Dionysios I. von Syrakus aufrief.
Anekdotisches
In der von Apollodoros vorgetragenen Rede Gegen Neaira wird von der Beziehung des Lysias zur Hetaire Metaneira erzählt. Lysias ließ sie auf seine Kosten in die Mysterien von Eleusis einweihen.
Text: “Lysias”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Lysias
1 buch

