Porträt von Madeleine Pelletier
Foto: Henri Manuel · Wikimedia Commons

Autor

Madeleine Pelletier

Französische Frauenrechtlerin

Geboren
18. Mai 1874, 2. Arrondissement von Paris
Gestorben
29. Dezember 1939, Épinay-sur-Orge
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Politikerin, Anthropologin, Psychiaterin, Autobiografin und Ärztin

Leben und Werk

Madeleine Pelletier (* 18. Mai 1874 in Paris; † 19. Dezember 1939 in Épinay-sur-Orge) war eine französische Ärztin und Psychiaterin. Sie gilt als eine der einflussreichsten französischen Feministinnen und Sozialistinnen vor Simone de Beauvoir.

Kindheit und Jugend

Pelletier wuchs in Paris auf, wo ihre Mutter Anne Palassy aus der Auvergne und ihr Vater Louis Pelletier aus dem Département Deux-Sèvres sich zum ersten Mal begegnet waren. Ihr Vater hatte Arbeit als Droschken­kutscher gefunden, ihre Mutter arbeitete als Hausangestellte. Nachdem 1865 ein drittes Kind geboren worden war, machten sich die Eltern als Früchte- und Gemüsehändler selbstständig. Die Geschäfte liefen schlecht, zudem war ihr Vater nach einem Unfall 1878 schwer gelähmt und auf Pflege angewiesen. Pelletiers Mutter war insgesamt 12-mal schwanger, doch nur zwei Kinder überlebten. Sie ließ den Haushalt zunehmend verwahrlosen und zeigte sich ihren Kindern gegenüber gefühlskalt. Innerlich flüchtete sie sich in Frömmigkeit und eine royalistische Einstellung, was sie in der republikanisch und antiklerikal geprägten Nachbarschaft rund um die Pariser Markthallen zudem isolierte. Dies alles entfremdete Madeleine ihrer Mutter.

Madeleine Pelletier brach mit 11 Jahren den Schulbesuch ab, verfolgte jedoch auch danach das Ziel, durch Bildung ihrem Milieu zu entfliehen. Sie absolvierte auf sich allein gestellt das Brevet supérieur und schließlich 1897 als freie Kandidatin das Baccalauréat in Philosophie mit Auszeichnung (mention très bien).

Studium und Beginn der Tätigkeit als Medizinerin

An der Pariser École d’anthropologie studierte sie mit Charles Letourneau und Léonce Manouvrier das Verhältnis von Schädelgröße und Intelligenz nach Paul Broca. Dessen Vorstellung, die Schädelgröße des Menschen stelle ein Maß der Intelligenz dar, und demzufolge seien Frauen Männern generell intellektuell unterlegen, griff sie später an und verließ die Anthropologie.

Text: “Madeleine Pelletier”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Madeleine Pelletier

1 buch