Maria Antonietta Torriani (* 1. Januar 1840 in Novara, Provinz Novara; † 24. März 1920 in Cumiana, Provinz Turin) war eine italienische Schriftstellerin.
Leben und Wirken
Torrianis erste literarische Versuche reichen in ihre Kindheit zurück. Ihr Pseudonym Marchesa Colombi übernahm sie von einer Figur aus der Komödie „Parini e la satira“.
Am 30. Oktober 1875 heiratete Torriani in Mailand den neapolitanischen Journalisten Eugenio Torelli Viollier (1842–1900). Zusammen mit ihrem Ehemann konnte sie immer wieder Beiträge in Literaturzeitschriften veröffentlichen. Beinahe zeitgleich mit der Heirat gründete Torelli Viollier den Corriere della Sera; die Ehe scheiterte.
Später ließ sich Torriani in Gessate nieder, einer kleinen Gemeinde in der Nähe Mailands. Sie lebte dort zusammen mit der Wissenschaftlerin und Feministin Anna Maria Mozzoni (1837–1920).
Mit achtzig Jahren starb Maria Antonietta Torriani am 24. März 1920 in Cumiana und fand dort auch ihre letzte Ruhestätte.
Natalia Ginzburg und Italo Calvino entdeckten 1973 ihr Werk, seit den 1990er Jahren wird es von der Literaturwissenschaft erforscht.
Ehrungen
Via Colombi Marchesa in Novara wurde ihr zu Ehren benannt