Porträt von Marguerite Audoux
Foto: Marguerite Audoux. No picture credit. · Wikimedia Commons

Autor

Marguerite Audoux

Französische Romanschriftstellerin

Geboren
7. Juli 1863, Sancoins
Gestorben
31. Januar 1937, Saint-Raphaël
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Schriftstellerin und Romancière
Strömung
Arbeiterliteratur
Wichtige Werke
Marie-Claire

Leben und Werk

Marguerite Audoux (* 7. Juli 1863 in Sancoins, Cher; † 1. Februar 1937 in Saint-Raphaël) war eine französische Romanschriftstellerin.

Leben

Marguerite Donquichote (den Nachnamen ihrer Mutter nahm sie erst 1895 an) wuchs als Kind einer Tagelöhnerfamilie in der Sumpflandschaft an der Loire auf. Nach dem Tod ihrer Mutter und dem Verschwinden ihres Vaters kommt die Dreijährige mit ihrer Schwester in das Waisenhaus von Bourges. Ab dem Alter von 12 Jahren verdingt sie sich als Schafhirtin.

1881 beginnt sie als Lehrmädchen in einer Pariser Schneiderwerkstatt und nimmt weitere schlechtbezahlte Tätigkeiten als Hilfsarbeiterin an. Ihr erstes Kind stirbt nach der Geburt, die Mutter wird unfruchtbar.

Ein schweres Augenleiden erschwert ihr das Nähen, und ermuntert durch den Bekannten ihrer Nichte, welche sie bei sich aufgenommen hat, beginnt sie die Arbeit an dem autobiographisch geprägten Roman Marie-Claire, welcher 1910 ein großer Erfolg wird und von Elend und Hoffnungslosigkeit kleiner Arbeiter berichtet. Das Folgewerk Das Atelier der Marie-Claire erscheint erst 1920.

Sie sah sich weiterhin als Schneiderin und wehrte öffentliche Ehren und Auszeichnungen ab. Sie unterstützte mit den Einnahmen durch ihre Werke frühere Kolleginnen und nahm auch die drei verwaisten Söhne ihrer Nichte bei sich auf.

Das literarische Werk

Marguerites erste Schreibversuche datieren von 1886. Trotz ihrer Begabung wäre es nicht 24 Jahre später zu dem großen literarischen Erfolg gekommen, wenn nicht eine Verkettung günstiger Umstände mitgeholfen hätte. Die 1882 geborene und ab 1883 von Marguerite aufgezogene Nichte Yvonne wurde 1898 die Geliebte des Schriftstellers Michel Yell (1875–1951), der 1900 auch Marguerite kennenlernte und 1904 mit ihr eine Liaison einging, die erst 1912 durch Yells Verheiratung zu Ende ging. Durch Yell, Freund von André Gide, kam Marguerite in Kontakt zu Charles-Louis Philippe (1874–1909), den sie als Landsmann mit ähnlicher Literaturauffassung betrachtete, sowie zu weiteren Schriftstellern seines Freundeskreises: Léon-Paul Fargue (1876–1947), Valery Larbaud (1881–1957), Léon Werth (1878–1955), Régis Gignoux (1878–1931), Charles Chanvin (1877–1953) und zu dem Maler Francis Jourdain (1876–1958), Freund von Octave Mirbeau.

Text: “Marguerite Audoux”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Marguerite Audoux

4 bücher