Autor
Marguerite Steinheil
Französische Ehefrau und Mätresse
- Geboren
- 16. April 1869, Beaucourt
- Gestorben
- 17. Juli 1954, Hove
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich und Vereinigtes Königreich
- Beruf
- Salonnière
Leben und Werk
Marguerite Jeanne „Meg“ Steinheil, geborene Japy (* 16. April 1869 in Beaucourt (Territoire de Belfort); † 17. Juli 1954 in Hove, Sussex) war eine französische Salonnière. Sie war die Mätresse des Staatspräsidenten Félix Faure, der 1899 beim Liebesspiel mit ihr starb. In der sogenannten Affaire Steinheil um den Mord an ihrem Ehemann, dem Maler Adolphe Steinheil, und ihrer Mutter im Jahr 1908 wurde sie freigesprochen.
Leben
Marguerite Japy stammte aus einer wohlhabenden Industriellenfamilie, deren Fabriken in Beaucourt u. a. Uhren, Schreibmaschinen und Pumpen herstellten. Ihr Vater war Édouard Louis Japy (1832–1888), ihre Mutter Émilie Rau. Sie genoss die standesgemäße Erziehung einer höheren Tochter und konnte auf einem Ball der Garnison ihrer Heimatstadt debütieren.
Als sie 1889 – anlässlich eines Balls dieser Garnison – verdächtigt wurde, eine Affäre mit einem Offizier zu haben, wurde sie von ihren Eltern zusammen mit ihrer älteren Schwester nach Bayonne in die Sommerfrische geschickt. Dort lernte sie den Maler Adolphe Steinheil kennen, einen Neffen des Malers Jean-Louis-Ernest Meissonier. Sie heirateten ein Jahr später, am 9. Juli 1890, in Beaucourt und hatten miteinander eine Tochter.
Das Ehepaar Steinheil ging nach Paris und ließ sich im Impasse Ronsin (15. Arrondissement) nieder. Die Einladungen der Familie Steinheil entwickelten sich bald schon zu einem beliebten Treffpunkt eines literarischen Salons: regelmäßige Gäste waren u. a. François Coppée, Charles Gounod, René Lalique, Ferdinand de Lesseps, Pierre Loti, Jules Massenet und Émile Zola.
Text: “Marguerite Steinheil”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Marguerite Steinheil
1 buch

