Autor

Marie Madeleine

Deutsche Schriftstellerin

Geboren
4. April 1881, Tschernyschewskoje
Gestorben
30. September 1944, Katzenelnbogen
Staatsangehörigkeit
Deutsches Reich
Beruf
Dichterin, Schriftstellerin und Dramatikerin

Leben und Werk

Marie Madeleine (* 4. April 1881 in Eydtkuhnen, Ostpreußen; † 27. September 1944 in Katzenelnbogen; eigentlich Gertrud Marie Madeleine Baronin von Puttkamer, geborene Günther) war eine deutsche Schriftstellerin und Lyrikerin. Bekannt wurde sie durch die Sammlung erotischer Lyrik Auf Kypros (1900). Einen Teil der darin veröffentlichten Gedichte hatte sie bereits als 15- und 16-Jährige geschrieben.

Lebensweg

Sie war die Tochter des Kaufmanns Karl Günther und seiner Frau Emmy Siemssen (Emma Simonsohn). Die als dunkelhaarige und dunkeläugige Schönheit beschriebene junge Frau heiratete im Alter von 19 Jahren am 2. August 1900 den 35 Jahre älteren General Heinrich Georg Ludwig Baron von Puttkamer (1846–1914), der aus einer alten baltischen Familie stammte, deren Geschichte bis ins 12. Jahrhundert zurückgeht und die große Ländereien in Pommern besaß. Das Ehepaar lebte nach der Hochzeit in einer prächtigen Villa in Berlin-Grunewald. 1903 wurde ihr Sohn Jesco Günther Heinrich geboren, der früh zur Ausbildung in die Kadettenschule gegeben wurde, die schon sein Vater besucht hatte. Marie Madeleine kümmerte sich fortan kaum um ihr Kind. Sie hatte einen extravaganten Lebensstil, den ihr das vom Ehemann hinterlassene Vermögen ermöglichte. Sie liebte das Reisen – nach dem Tod ihres Mannes in Begleitung eines Herrn von Cramster –, trug die neueste Pariser Mode und war bekannt für auffällige Hüte. In der Weltwirtschaftskrise Ende der 20er Jahre verlor sie das Vermögen. Ein Teil dessen floss auch in die Finanzierung ihrer 30 Jahre währenden Morphinsucht. Sie experimentierte auch mit Kokain. 1942 oder 1943 wurde sie in eine private Klinik in Katzenelnbogen eingeliefert. Dort starb sie 1944 unter nicht geklärten Umständen. Ihrem Sohn, der Propagandachef im Auftrag der Abwehr in Shanghai gewesen war und erst 1951 aus der Kriegsgefangenschaft freikam, gelang es nicht, die genauen Umstände ihres Todes in Erfahrung zu bringen. Er glaubte, dass Nazi-Ärzte ihre Drogensucht und ihren schlechten Gesundheitszustand nutzten, um sie in den Tod zu bringen.

Text: “Marie Madeleine”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Marie Madeleine

1 buch