Mary Cholmondeley (geboren am 8. Juni 1859 in Hodnet/Shropshire; gestorben am 15. Juli 1925 in London) war eine britische Schriftstellerin. Sie wuchs als Mitglied einer Adelsfamilie auf dem Land auf und gehörte zu den New-Woman-Autorinnen. In ihren Romanen behandelte sie feministische und sozialkritische Themen in satirischer Weise. Ihr bekanntestes Werk war der Skandalroman Red Pottage aus dem Jahr 1899.
Leben
Cholmondeley war das dritte Kind des Pfarrers Rev. Richard Hugh Cholmondeley (1828–1910) und dessen Frau Emily (geborene Beaumont; 1832–1895). Beide Elternteile entstammten Adelsfamilien. Die Familie übersiedelte zwei Jahre nach ihrer Geburt nach Farnbourough in Warwickshire. Von 1865 bis 1874 lebte die Familie in Leaton und zog anschließend, aufgrund der Ernennung des Vaters zum Pfarrer, wieder zurück nach Hodnet. Die insgesamt acht Kinder erhielten den üblichen Unterricht durch Gouvernanten, darüber hinaus bekamen sie vom Vater verschiedenste Romane von Walter Scott über George Eliot bis Charles Dickens vorgelesen. Die Mutter förderte sie, indem sie Theaterstücke schrieb und mit den Kindern inszenierte und sie zum Erfinden eigener Geschichten anregte. Neben kurzen Geschichten, welche Cholmondeley für ihre jüngeren Geschwister erfand, malte sie auch. Ihre Schwestern malten ebenfalls und Hester Cholmondeley verfasste Gedichte und andere Texte. Wegen der Verschlechterung des Gesundheitszustandes ihrer Mutter im Dezember 1875 musste sie ihren Unterricht abbrechen und die Haushaltsführung übernehmen. Durch ihre weitverzweigte Verwandtschaft ergab sich für sie immer wieder die Möglichkeit eines Urlaubes. Sie verbrachte Ferien in Hodnet Hall, dem Sitz der Familie Heber-Percy und in Condover Hall, dem Stammsitz der Familie Cholmondeley. Besonders wichtig für sie waren ihre Besuche in London bei ihrer Großmutter Catherine Legard (Beaumont, geb. Carlyle) welche sie in die Kunst- und Literaturszene einführte und durch welche sie die Schriften Ralph Waldo Emersons kennenlernte.