Mary Somerville (* 26. Dezember 1780 in Jedburgh; † 29. November 1872 in Neapel), geborene Mary Fairfax und in erster Ehe verheiratete Mary Greig, war eine schottische Astronomin und Mathematikerin. Mary Somerville eignete sich ihr Wissen autodidaktisch an und erlangte zu Lebzeiten als Wissenschaftsautorin große Bekanntheit.
Leben
Mary Fairfax war die Tochter von Admiral Sir William George Fairfax und seiner Ehefrau. Mary kam im Pfarrhaus in Jedburgh, Schottland, zur Welt, dem Haus der Schwester ihrer Mutter. Ihr Onkel, der Ehemann der Schwester, war Thomas Somerville (1741–1830), Autor einer Autobiografie (My Own Life and Times). Als ihr Vater feststellte, dass seine Tochter im Alter von neun Jahren kaum lesen und schreiben konnte, wurde ihr als einzige formale Schulbildung ein Jahr im Internat ermöglicht. Später ermutigte sie einzig der Onkel zu Studien. Sie brachte sich selbst Latein und Altgriechisch bei.
Aus erster Ehe (1804) mit Samuel Greig, einem entfernten Cousin, Hauptmann und russischem Konsul in London, hatte sie zwei Kinder: die Söhne Woronzow und William George. Als ihr erster Ehemann 1806 verstarb, ermöglichte ihr das Erbe, ihren wissenschaftlichen Interessen nachzugehen. Sie pflegte engen Kontakt zu intellektuellen Kreisen, darunter Walter Scott, Henry Brougham und John Playfair. Playfair verwies Greig für ihre Studien an seinen Schüler William Wallace. Wallace gab unter anderem die Zeitschrift Mathematical Repository heraus, an deren mathematischen Preisaufgaben sich Mary Greig beteiligte. Für eine Lösung erhielt sie eine Medaille, die erste von vielen Auszeichnungen.