Porträt von Maurice Maeterlinck
Foto: Gerschel · Wikimedia Commons

Autor

Maurice Maeterlinck

Belgischer Schriftsteller

Geboren
29. August 1862, Gent
Gestorben
6. Mai 1949, Nizza
Staatsangehörigkeit
Belgien
Beruf
Schriftsteller, Dichter, Philosoph, Essayist und Dramatiker
Strömung
Symbolismus
Wichtige Werke
Der Eindringling · The Blind · Intérieur · Der blaue Vogel · Serres Chaudes · Pelléas et Mélisande · Princess Maleine · Les sept princesses

Leben und Werk

Maurice Polydore Marie Bernard Maeterlinck (* 29. August 1862 in Gent; † 6. Mai 1949 in Nizza) war ein belgischer Schriftsteller und Dramatiker französischer Sprache. Die flämische Aussprache des Namens lautet [ˈmaːtərlɪŋk]. Die französische Aussprache lautet in Belgien [ma.tɛʁ.ˈliŋk] oder [ma.tɛʁ.ˈlɛ̃k], in Frankreich [mɛ.teʁ.ˈlɛ̃k].

Maeterlinck gilt mit seinen lyrischen Werken und Bühnenstücken – darunter das Schauspiel Pelléas et Mélisande – als einer der wichtigsten Vertreter des Symbolismus. Im Mittelpunkt dieser Arbeiten steht oftmals der Mensch in seiner Hilflosigkeit gegenüber dem Tod. 1911 erhielt Maeterlinck den Nobelpreis für Literatur.

Leben und Werk

Maurice Maeterlinck wurde als ältester Sohn wohlhabender französischsprachiger Eltern geboren. Er hatte zwei Brüder, Ernest und Oskar. Ab 1874 besuchte er das Jesuitenkolleg Sainte-Barbe in Gent. 1881 schrieb er sich in die Juristische Fakultät der Universität Gent ein. Während seiner Studienzeit schrieb er Gedichte und kurze Erzählungen, die er später vernichtete und von denen nur Fragmente erhalten sind. Nach dem Ende seines Jurastudiums 1885 lebte er einige Monate in Paris, wo er einige Mitglieder der neuen literarischen Bewegung des Symbolismus kennenlernte, darunter Stéphane Mallarmé und Auguste de Villiers de L’Isle-Adam. Von 1886 bis 1889 arbeitete er als Anwalt in Gent. Parallel veröffentlichte er Gedichte.

Sein literarischer Durchbruch gelang ihm mit seinem ersten Schauspiel La Princesse Maleine (Prinzessin Maleine), das 1889 in Fortsetzungen in der Brüsseler Zeitschrift „La Sociéte Nouvelle“ erschien und 1890 als Buch. Das Werk wurde von der Kritik euphorisch aufgenommen und der Autor in eine Reihe mit Shakespeare gestellt. Seine Dramen zeichnen sich neben der von den Symbolisten geforderten Entindividualisierung durch eine Reduktion der äußeren Handlung zugunsten moralischer und metaphysischer Probleme aus.

Text: “Maurice Maeterlinck”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Maurice Maeterlinck

18 bücher