Max Dauthendey (* als Maximilian Albert Dauthendey am 25. Juli 1867 in Würzburg; † 29. August 1918 in Malang auf Java) war ein deutscher Dichter und Maler.
Herkunft und Jugend
Max Dauthendey wurde 1867 in der Würzburger Büttnersgasse 2 (heute Büttnerstraße) als das achte Kind des Daguerreotypisten und Photographen Carl Albert Dauthendey und als das zweite Kind dessen zweiter Frau Charlotte Karoline geboren.
Der am 1. November 1819 in Aschersleben im Harz geborene Vater kam im Oktober 1843 als gelernter Mechaniker und Optiker im Alter von 23 Jahren nach Russland und gründete in St. Petersburg u. a. am Newski-Prospekt zwei Ateliers für Daguerreotypie, die er als erster im Zarenreich einführte. Dort heiratete er seine erste Frau Anna Olschwang, die Tochter eines Hanauer Rabbiners. Die Kinder Olga und Konstantin starben bereits sehr früh. Danach folgten die vier Töchter Anna, Marie, Dorothea und Elisabeth. Im Jahre 1855 verübte die erste Frau von Carl Dauthendey Suizid.
Am 1. November 1857 heiratete Dauthendeys Vater die aus einer deutschen Familie stammende und am 11. Mai 1837 in St. Petersburg geborene Charlotte Karoline Friedrich. Ein erster Sohn Kaspar wurde am 23. Februar 1860 noch in St. Petersburg geboren, bevor Carl Dauthendey mit seiner Familie Russland aus geschäftlichen Gründen verließ und sich schließlich 1864 im Alter von 48 Jahren in Würzburg nochmals eine neue berufliche Existenz aufbaute. Auch seine zweite Frau starb bereits am 11. Juni 1873 an einem Lungenleiden auf dem Würzburger Gutshof „Neue Welt“, als Max Dauthendey, das erste in Deutschland geborene Kind, sechs Jahre alt war. Dieser Gutshof am Leutfresserweg 32 mit seinen Bewohnern und Gästen sollte noch große Bedeutung für Dauthendey erlangen.