Porträt von Maximilien Robespierre
Foto: Unidentified painter · Wikimedia Commons

Autor

Maximilien Robespierre

Französischer Politiker, Führer der Jakobiner während der Französischen Revolution

Geboren
6. Mai 1758, Arras
Gestorben
28. Juli 1794, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Politiker, Rechtsanwalt, Journalist und Revolutionär

Leben und Werk

Maximilien de Robespierre ([maksimiˈljɛ̃ də ʀɔbɛsˈpjɛːʀ]; * 6. Mai 1758 in Arras; † 28. Juli 1794 in Paris; getauft Maximilien Marie Isidore), häufig nur Maximilien Robespierre, auch „der Unbestechliche“ («L'Incorruptible») genannt, war ein französischer Rechtsanwalt, Revolutionär und führender Politiker der Jakobiner. Er wirkte ab 1789 auf die Französische Revolution ein und gewann bis kurz vor seiner Hinrichtung 1794 einen zunehmend prägenden Einfluss auf ihre Entwicklung.

Nach dem Beginn des Ersten Koalitionskriegs war er auf der innenpolitischen Ebene der 1792 ausgerufenen ersten Französischen Republik einer der maßgeblichen Initiatoren für die als „Verteidigung der Republik“ begründete Terrorherrschaft (französisch la Terreur) von 1793/94.

Herkunft, Familie und Ausbildung

Robespierre wurde als erstes von vier Kindern des angesehenen Advokaten Maximilien-Barthélémy-François de Robespierre (1732–1777) im heutigen Département Pas-de-Calais geboren. Seine Geschwister waren Charlotte Robespierre (1760–1834), Henriette Robespierre (1761–1780) und Augustin Robespierre (1763–1794). Die Familie väterlicherseits stammte ursprünglich aus Irland, war aber aufgrund religiöser Verfolgung unter Heinrich VIII. nach Frankreich ausgewandert. Seine Mutter war Jacqueline Margarethe Carrault (1735–1764), die Tochter eines wohlhabenden Brauers. Im Juli 1764, als er gerade sechs Jahre alt war, verstarb seine Mutter im Kindbett. Am 6. November 1777 starb sein Vater in München und wurde auf dem Friedhof bei St. Salvator begraben; einige Jahre zuvor hatte er Arras aus ungeklärten Gründen verlassen und war nur noch sporadisch in den Ort zurückgekehrt. Am Collège von Arras galt Robespierre als Musterschüler und erlangte eines von vier Stipendien für das renommierte Pariser Collège Louis le Grand, das er ab 1769 besuchte. Nach zwölf Jahren des Studiums, aufgeteilt in sieben Jahre allgemeiner Studien und vier Jahre rechtswissenschaftlicher Studien, legte Robespierre 1780 sein Examen als Anwalt (Bakkalaureus des Rechts) ab und wurde 1781 Lizenziat. In den Jahren 1772 und 1774 galt Robespierre als Klassenbester, 1775 wurde er zudem als bester Schüler der Universität ausgezeichnet und ausgewählt, die Begrüßungsrede beim Besuch von Ludwig XVI. zu halten. Noch als Student hatte er den von ihm verehrten Jean-Jacques Rousseau in dessen Sterbejahr 1778 besucht und mit ihm gesprochen.

Text: “Maximilien de Robespierre”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Maximilien Robespierre

3 bücher