Autor
Melchior Meyr
Deutscher Dichter und Philosoph
- Geboren
- 28. Juni 1810, Ehringen
- Gestorben
- 22. April 1871, München
- Staatsangehörigkeit
- Deutsches Kaiserreich
- Beruf
- Schriftsteller
Leben und Werk
Melchior Meyr (* 28. Juni 1810 in Ehringen; † 22. April 1871 in München) war ein deutscher Dichter und Philosoph.
Leben
Melchior Meyr wurde am 28. Juni 1810 in Ehringen bei Wallerstein als erstes Kind des begüterten Bürgermeisters und Bauern Johann Georg Meyr und dessen Ehefrau Anna Margareta geboren.
Im benachbarten Residenzort Wallerstein schickten die Eltern ihn zuerst zu einem Privatlehrer und zum Besuch der Volksschule, im Anschluss daran in die Nördlinger Lateinschule und mit 14 Jahren in das Gymnasium in Ansbach. Die nächste Station war dann das St.-Anna-Gymnasium in Augsburg, das er aber bereits nach einem halben Jahr wieder verließ, um sich als Autodidakt weiterzubilden.
Während seiner Schulzeit beschäftigte er sich außer mit Abenteuer- und Ritterromanen auch mit den Klassikern der deutschen Literatur.
Mit 19 Jahren immatrikulierte sich Meyr 1829 an der Universität München, wohin er fünf Jahre später nochmals zurückkehrte. In der Zwischenzeit hatte er beschlossen, in Heidelberg Jurisprudenz zu studieren, was ihm nicht gefiel – sein Herz gehörte der Dichtkunst.
Im Jahre 1836 zog er dann in die Universitätsstadt Erlangen, ohne sich jedoch dort zu immatrikulieren. Hier lernte er Friedrich Rückert und Paul Schelling, den Sohn des großen Philosophen Wilhelm Schelling, kennen. Am 30. Oktober 1837 verließ Meyr Erlangen und kehrte wieder nach München zurück.
Am 27. Dezember 1840 kam er dann in Berlin, der „Metropole der Intelligenz“, an. Seine finanziellen Probleme – er verdiente wenig an Beiträgen für Journale – konnten auch die Zuwendungen seines Vaters nicht wesentlich ändern. Im Jahr 1848, mit dem Ausbruch der deutschen Revolution, war er als Verfasser politischer Artikel ein gefragter Mann.
Text: “Melchior Meyr”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

