Porträt von Michel de Montaigne
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Autor

Michel de Montaigne

Französischer Philosoph und Autor (1533–1592)

Geboren
28. Februar 1533, Schloss Montaigne
Gestorben
13. September 1592, Schloss Montaigne
Staatsangehörigkeit
Königreich Frankreich
Beruf
Philosoph, Übersetzer, Jurist, Essayist und Autobiograf
Wichtige Werke
Essays

Leben und Werk

Michel Eyquem de Montaigne [mi'ʃɛl e'kɛm də mɔ̃'tɛɲ] (älter: [mɔ̃taɲ]) (lateinisch Michael Montanus; * 28. Februar 1533 auf Schloss Montaigne im Périgord; † 13. September 1592 ebenda) war Jurist, Skeptiker und Philosoph, Humanist und Begründer der Essayistik. Als dem katholischen Glauben verbundener Politiker hatte er Zugang zu den einflussreichen Persönlichkeiten der französischen Monarchie am Ende der Renaissance sowie der beginnenden Gegenreformation.

Herkunft und Jugend

Montaigne wurde als Michel Eyquem auf Schloss Montaigne geboren, das sein Urgroßvater Ramon Felipe Eyquem (1402–1478), ein durch Handel mit Fisch, Wein und Indigo reich gewordener Kaufmann aus Bordeaux, im Jahr 1477 samt der zugehörigen Grundherrschaft gekauft hatte. Ramon Felipe war seit dem Jahr 1444 mit Isabeau de Farraygues (1428–1508) verheiratet. Das Paar hatte zwei Söhne, Grimon und Perrin Eyquem, sowie die beiden Töchter Pélegrina und Audeta. Ramon Felipe Eyquem erwarb am 10. Oktober 1477 ebenfalls das nach ihm benannte Château d’Yquem als Lehen der Erzbischöfe von Bordeaux; der Kaufpreis soll 900 Goldfranken (franc à pied) betragen haben. Dieses Erbe wurde von Montaignes Großvater Grimon Eyquem (1450–1519), jurade de Bordeaux, weitergeführt. Er war seit 1490 mit Jeanne du Fourn (um 1470–1519) verheiratet.

Michel war das älteste von vier ins Erwachsenenalter gelangten Kindern von Pierre Eyquem, einem römisch-katholischen Franzosen, der König Franz I. auf seinem Italienfeldzug begleitet hatte und dort mit den Ideen der Renaissance und des Humanismus in Berührung gekommen war. Der Vater bekleidete mehrfach hohe Ämter in der Stadt Bordeaux: 1530 wurde er als Profos des dortigen Ordnungswesens eingesetzt, ab dem Jahre 1533 war er stellvertretender Bürgermeister und ab 1554 Bürgermeister. Montaignes Mutter, Antoinette de Louppes de Villeneuve (1514–1603) aus Toulouse, stammte wahrscheinlich aus einer Familie von Marranen (unter Zwang zum Christentum konvertierten spanischen oder portugiesischen Juden, Alhambra-Edikt), was aber nicht zweifelsfrei belegt ist. Der Historiker Paul Courteault aus Bordeaux schließt jedoch in seinem Aufsatz von 1935 (in den Mélanges Laumonier) über die Mutter Montaignes aus, dass sie die Religion weiterhin praktiziert habe. Er ist hingegen wie andere Forscher der Ansicht, sie sei eher der Reformation zugeneigt gewesen und habe zwei ihrer Kinder bei deren Konversion zum Calvinismus unterstützt. Michel hatte drei Schwestern namens Jeanne (* 1536), Léonore (* 1552) und Marie (* 1554) sowie zwei Brüder, Thomas (1537–1597) und Bertrand Charles (1560–1620). Die Familie mütterlicherseits war – ähnlich wie jene des Vaters – zu Reichtum und Wohlstand gekommen. So brachte Antoinette de Louppes de Villeneuve 4000 Livres als Mitgift mit in die Ehe. Sein jüngerer Bruder Thomas Eyquem de Montaigne heiratete eine Tochter seines Freundes Étienne de La Boétie.

Text: “Michel de Montaigne”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

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