Porträt von Mór Jókai
Foto: Ede Balló · Wikimedia Commons

Autor

Mór Jókai

Ungarischer Schriftsteller und Journalist

Geboren
18. Februar 1825, Komárno
Gestorben
5. Mai 1904, Budapest
Staatsangehörigkeit
Ungarn
Beruf
Schriftsteller, Dramatiker, Politiker, Journalist und Jurist
Wichtige Werke
Ein Goldmensch

Leben und Werk

Mór Jókai von Ásva ([ˈmoːr ˈjoːkɒi], getauft als Móricz Jókay, diverse bibliografische Synonyme, * 18. Februar 1825 in Komárom (dt. Komorn), Kaisertum Österreich; † 5. Mai 1904 in Budapest, Österreich-Ungarn) war ein ungarischer Schriftsteller und Journalist. Er war Mitglied der Ungarischen Akademie der Wissenschaften.

Leben

Maurus (ung. Mór) Jókai wurde als Sohn des Rechtsanwaltes und Kleingrundbesitzers József Jókai und dessen Ehefrau Maria geb. Pulay in Komorn geboren. Zwei Tage später, am 20. Februar 1825 wurde er in der Reformierten Kirche von Komorn getauft.

Ein Ahn – und zwar Sámuel Jókay († 1690) – war der Held der Familie; er kämpfte in der Schlacht bei Gran bei der Rückeroberung von Esztergom von den Türken und wurde deshalb von Kaiser Leopold I. in den erblichen Adelsstand erhoben.

Die Grundschule besuchte Maurus Jókai in seiner Vaterstadt Komorn, die Jahre 1835–37 verbrachte er als Austauschschüler im damals überwiegend deutschsprachigen Preßburg, um die deutsche Sprache zu erlernen. 1841 inskribierte er in das Reformierte Kollegium von Pápa, wo er den 19-jährigen Sándor Petőfi kennen lernte. Zwischen 1842 und 1844 studierte er Jura in Kecskemét; hier schrieb er auch seine ersten Werke. 1846 erhielt er das Diplom als Rechtsanwalt. Nach Veröffentlichung seines ersten Romans Hétköznapok, mit welchem er einen riesigen Erfolg hatte, entschloss er sich jedoch für den Beruf als professioneller Schriftsteller.

Im Revolutionsjahr 1848 stellte er sich gemeinsam mit Petőfi an die Spitze der „Pester Jugend“ und war Mitverfasser des Zwölf-Punkte-Programms, welches die Forderungen der revolutionären Jugend beinhaltete. In dieser Zeit lernte er auch seine spätere Frau, die um acht Jahre ältere Schauspielerin Róza Laborfalvi kennen, die er noch im selben Jahr am 29. August 1848 heiratete. Diese Verbindung wurde nicht nur von seiner Familie, sondern auch von seinen Freund Sándor Petőfi abgelehnt und führte zum Zerwürfnis mit Petőfi.

Text: “Mór Jókai”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Mór Jókai

99 bücher