Porträt von Mrs. Barbauld
Foto: John Chapman (floruit 1792-1823), after Unknown artist · Wikimedia Commons

Autor

Mrs. Barbauld

Englische Autorin

Geboren
20. Juni 1743, Kibworth Harcourt
Gestorben
9. März 1825, Stoke Newington
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland und Frankreich
Beruf
Dichterin, Kinderbuchautorin, Literaturkritikerin, Essayistin und Schriftstellerin
Wichtige Werke
A Legacy for Young Ladies, Consisting of Miscellaneous Pieces in Prose and Verse · Eighteen Hundred and Eleven · Epistle to William Wilberforce, Esq. on the Rejection of the Bill for abolishing the Slave Trade. · Poems by Anna Laetitia Barbauld. From the London Edition. To which is added, an epistle to William Wilberforce, esq. · Poems · The Correspondence of Samuel Richardson · The Female Speaker · The Works of Anna Laetitia Barbauld

Leben und Werk

Anna Laetitia Barbauld (* 20. Juni 1743 in Kibworth Harcourt, Leicestershire; † 9. März 1825 in Stoke Newington) war eine englische Dichterin, Essayistin, Literaturkritikerin, Herausgeberin und Kinderbuchautorin.

Als schreibende Frau versuchte sich Barbauld an vielerlei Gattungen und hatte großen Erfolg – für weibliche Schriftstellerinnen der Zeit eher selten der Fall. Sie war eine angesehene Lehrerin an der Palgrave Academy und eine innovative Kinderbuchautorin. Ihre Lehransätze wurden über ein Jahrhundert lang zum pädagogischen Leitfaden.

Ihre Aufsätze bewiesen, dass es für eine Frau möglich war, sich öffentlich politisch zu engagieren, und andere Schriftstellerinnen wie Elizabeth Benger machten sich sie zum Vorbild. Barbaulds literarische Karriere spannte sich über mehrere Perioden der britischen Literaturgeschichte. In ihrem Werk sind Spuren der Aufklärung und der Empfindsamkeit zu finden. Außerdem bildete ihre Dichtung die Grundlage für die Entwicklung der britischen Romantik. Da sie auch als Literaturkritikerin tätig war, trug sie mit ihrer Anthologie britischer Romane dazu bei, den heutigen literarischen Kanon festzulegen. Barbaulds literarische Karriere kam 1812 zu einem jähen Ende durch ihr höchst polemisches politischen Gedichts Eighteen Hundred and Eleven. Darin kritisierte sie die britische Teilnahme an den Koalitionskriegen. Eine Reihe äußerst negativer Rezensionen wirkte so stark auf sie, dass sie nie wieder zur Feder griff. Ihr Ruf verschlechterte sich, als viele der Romantiker, die sie zur Zeit der Französischen Revolution inspiriert hatte, in ihren späteren konservativ geprägten Lebensläufen sich gegen sie wandten. So wurde Barbauld während des späteren 19. Jahrhunderts als eine pedantische Kinderbuchautorin gesehen. Im 20. Jahrhundert geriet sie in Vergessenheit. Interesse an ihr wurde erst durch den Aufstieg der feministischen Literaturtheorie in den 1980ern wieder erweckt.

Text: “Anna Laetitia Barbauld”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Mrs. Barbauld

1 buch