Autor
Mrs. Loudon
Britische Schriftstellerin (1807–1858)
- Geboren
- 19. August 1807, Birmingham
- Gestorben
- 13. Juli 1858, London
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
- Beruf
- Botanikerin, Romancière, Schriftstellerin, Science-Fiction-Schriftstellerin und Herausgeberin
- Wichtige Werke
- The Mummy!
Leben und Werk
Jane C. Webb Loudon (* 19. August 1807 in Edgbaston bei Birmingham; † 13. Juli 1858 in London) war eine englische Schriftstellerin, Hortikulturistin und Pflanzenmalerin.
Sie war die Verfasserin des ersten Romans, in dem eine von den Toten erweckte ägyptische Mumie erscheint. Da der Roman The Mummy!: Or a Tale of the Twenty-Second Century zudem im 22. Jahrhundert spielt, ist sie sowohl Begründerin des Mumienfluch-Genres als auch neben Mary Shelley eine der frühesten Autorinnen der Science-Fiction.
Zu Lebzeiten war sie vor allem bekannt als Verfasserin von Büchern über Gartenbau. Ihr botanisches Autorenkürzel lautet „J.W.Loudon“.
Jugend
Jane Webb war die Tochter von Thomas Webb, einem in der Nähe von Birmingham ansässigen Gentleman. Ihre Mutter starb, als sie 12 Jahre alt war.
Danach ging sie mit ihrem Vater für ein Jahr auf den Kontinent, wobei sie mehrere Sprachen erlernte.
Aufgrund von Fehlspekulationen verarmte die Familie und Jane musste sich um den Haushalt kümmern. Das Anwesen, Kitwell House in Bartley Green in Edgbaston, stand am Ort der heutigen King Edward VI Five Ways School, Birmingham. Es befand sich damals 7 Meilen außerhalb der Stadt und verfügte über 30 Acre Land, drei Fischteiche und einen Küchengarten. Auch wenn sie es später anders darstellte, so werden Jane Webb seit dieser Zeit die Grundlagen von Landwirtschaft und Gartenbau nicht völlig unbekannt gewesen sein.
„The Mummy!“
Nach dem Tod des Vaters 1824 fand sie sich in prekären finanziellen Umständen und entschloss sich, ihr schon früh geübtes Talent zum Schreiben für den Gelderwerb einzusetzen. Der 1827 in drei Bänden anonym erschienene Roman „The Mummy!“ war vermutlich angeregt einerseits durch die noch nachwirkende Ägyptenbegeisterung, die der ägyptischen Expedition Napoleons folgte, dann die makabren öffentlichen Mumienauswicklungen, wie sie beispielsweise 1821 am Piccadilly in London stattfanden und schließlich den 1823 erschienenen Roman „Frankenstein“ von Mary Shelley. Anders als im Frankenstein-Roman, wo das Geschöpf ein Monster ist, wird der mit Hilfe einer galvanischen Batterie von den Toten erweckte Pharao Cheops kein Ungeheuer, sondern teilt bereitwillig die Weisheit der Jahrtausende den politischen Kreisen im England des 22. Jahrhunderts mit, wo eine absolute Monarchin namens Claudia über ein katholisches Königreich herrscht.
Text: “Jane C. Loudon”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

