Neel Doff, eigentlich Cornelia Hubertina Doff (* 27. Januar 1858 in Buggenum; † 14. Juli 1942 in Ixelles) war eine niederländische Autorin der Arbeiterliteratur. Sie verfasste ihre Werke in französischer Sprache.
Biografie
Neel Doff wurde als drittes von neun Geschwistern in extremer Armut geboren. Die Familie zog mehrfach um und lebte in Amsterdam, Antwerpen und Brüssel. Um den desolaten sozialen Verhältnissen zu entkommen, begann Neel Doff belgischen Malern (James Ensor, Félicien Rops) und Bildhauern (Charles Samuel, Paul de Vigne) Modell zu stehen.
Mit ihr als Modell schuf Samuel das Charles de Coster-Denkmal am Platz Flagey Ixelles und Paul de Vigne das kleine holländische Mädchen, heute im Brussels Koninklijk Museum voor Schone Kunsten sowie mit hoher Wahrscheinlichkeit das Cable Monument.
In den Künstlerkreisen lernte Doff Fernand Brouez (1860–1900) kennen, den sie schließlich heiratete. Der Sohn des vermögenden Jules Brouez war Herausgeber der französischsprachigen sozialistischen Zeitschrift La Société Nouvelle. Als Witwe Brouez heiratete sie Georges Serigiers, bekannter Anwalt aus einer Antwerpener Familie, die mit den Brouez’ befreundet war. Nach dessen Tod wurde Henry Poulaille ihr Herausgeber; dieser rühmt sie als „bedeutender als Colette“.
Im Dezember 1929 schrieb Thibaud-Gersen in Le Courier Littéraire: „Wann erhält die schlichte und geniale Neel Doff den Nobelpreis?“, was zu Spekulationen über die Verleihung an sie im Jahr 1930 führte. Wegen ihres Beitrags zur französischen Literatur wurde sie in Belgien 1930 zum Offizier des Ordre de la Couronne ernannt.