George Norman Douglas (* 8. Dezember 1868 in Thüringen (Vorarlberg), Österreich; † 7. Februar 1952 auf Capri, Italien; Familienname bei Geburt Douglass) war ein schottischer Schriftsteller.
Bekannt wurde er 1917 vor allem mit seinem Roman „South Wind“.
Leben
Sein Vater John Sholto Douglass (1845–1874) war Textilfabrikant schottischer Herkunft (Clan Douglas) und unter anderem ein begeisterter Jäger und Bergsteiger. Er verunglückte am 15. September 1874, als Norman noch keine sechs Jahre alt war. Seine Mutter Vanda (geb. Baronin von Pöllnitz) war eine schottisch-deutsche Adelige.
Die ersten Jahre verbrachte Norman Douglas auf dem Familiensitz, der Villa Falkenhorst, in Thüringen (Vorarlberg). Er war ein Halbbruder der österreichischen Schriftstellerin und Heimatdichterin Grete Gulbransson, da seine Mutter 1879, fünf Jahre nach dem Tod des Vaters, den Bludenzer Maler Jakob Jehly heiratete, mit dem sie die Tochter Margarete hatte. Von 1877 bis 1883 ging Norman Douglas in England zur Schule (Yarlet Hall, Mowsley, Uppingham) und anschließend in Karlsruhe (1883–1889) aufs Gymnasium.
1893 bis 1901 arbeitete Norman Douglas für das britische Außenministerium und lebte in dieser Zeit auch in Sankt Petersburg (1894–1896). Seine erste veröffentlichte Arbeit war ein offizieller Bericht, The Pumice Stone Industry of the Lipari Islands (1895).
1897 kaufte er am Posillipo bei Neapel, Italien, eine Villa (Villa Maya). Er begann ein Verhältnis mit dem 15-jährigen Bruder seiner damaligen 16-jährigen Geliebten. 1898 heiratete er seine Cousine Elsa Fitzgibbon, mit der er zwei Söhne hatte. Mit Elsa gemeinsam veröffentlichte er 1901 unter dem Pseudonym „Normyx“ sein erstes Buch – Unprofessional Tales. Er trennte sich von Elsa und ließ sich 1904 von ihr scheiden. Das Sorgerecht über seine Söhne wurde ihm gerichtlich zugesprochen. 1904 ließ er sich auf Capri nieder (Villa Daphne) und bemühte sich um die Aufforstung der Insel. Er begann mit seiner intensiveren schriftstellerischen Tätigkeit (Siren Land, 1911, Fountains in the Sand, 1912) und stand in regem Kontakt mit Joseph Conrad.