Autor
O. V. de L. Milosz
Französisch-litauischer Schriftsteller, Dichter, Musiker und Diplomat
- Geboren
- 28. Mai 1877, Čareja
- Gestorben
- 2. März 1939, Fontainebleau
- Staatsangehörigkeit
- Litauen, Frankreich und Russisches Kaiserreich
- Beruf
- Dichter, Übersetzer, Diplomat, Dramatiker und Essayist
Leben und Werk
Oscar Milosz (auch: O. V. de L. Milosz; * 28. Mai 1877 in Tschareja, Belarus; † 2. März 1939 in Fontainebleau) war ein französischer Dichter, Schriftsteller, Übersetzer und Essayist russisch-polnisch-litauischer Herkunft.
Leben und Werk
Oscar Vladislas de Lubicz-Milosz wurde 1877 in Tschareja, 38 km südlich Tschaschniki in der Region Wizebsk (heute Belarus, damals Russland, vormals Litauen) geboren. Sein Vater war ein polnischer Adeliger, seine Mutter eine jüdische Polin. Eine Großmutter war Italienerin. 1889 kam er nach Paris, besuchte das Lycée Janson de Sailly und studierte an der École du Louvre. Von 1902 bis 1906 lebte er auf dem Besitz des Vaters in Tschareja, dann reiste er in die mondänen Badeorte Europas und ließ sich 1910 definitiv in Paris nieder. Nach der Unabhängigkeit Litauens 1918 wurde er litauischer Geschäftsträger in Frankreich und Belgien, wozu er Litauisch lernen musste. 1931 nahm er die französische Staatsangehörigkeit an und wurde Ritter der Ehrenlegion. 1936 machte ihn die Universität Kaunas zum Ehrendoktor. Er starb 1939 im Alter von 61 Jahren.
Milosz veröffentlichte ab 1899 eigene Dichtung, 1910 einen Roman und ab 1912 Theaterstücke. Am 14. Dezember 1914 hatte er ein nächtliches Offenbarungserlebnis, das ihn zum Glauben zurückführte und 1924 und 1926 zu 2 metaphysischen Abhandlungen inspirierte. Er bezeichnete sich selbst als Kabbalist. Ab 1918 übersetzte er litauische Epen und Märchen ins Französische. Von 1933 bis 1938 veröffentlichte er historische Essays und Auslegungen der biblischen Apokalypse.
Text: “Oscar Milosz”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

