Porträt von P. T. Barnum
Foto: Brady-Handy Photograph Collection (Library of Congress) · Wikimedia Commons

Autor

P. T. Barnum

US-amerikanischer Zirkuspionier und Politiker

Geboren
5. Juli 1810, Bethel
Gestorben
7. April 1891, Bridgeport
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Schausteller, Geschäftsmann, Politiker, Autobiograf und Zirkusdarsteller

Leben und Werk

Phineas Taylor Barnum (* 5. Juli 1810 in Bethel, Connecticut; † 7. April 1891 in Bridgeport, Connecticut) war ein US-amerikanischer Zirkuspionier und Politiker.

Leben

Barnum, Sohn eines Gastwirts und Ladenbesitzers, begann seine Lehrzeit in kleinen Einzelhandelsgeschäften im Bundesstaat Connecticut. Schon als junger Mann führte er einen kleinen Laden in seiner Heimatstadt, verkaufte Lotterielose in mehreren Annahmestellen und gründete eine Zeitung. 1834 zog er mit seiner Frau Charity und seiner kleinen Tochter Caroline nach New York, um dort sein Glück zu finden. Nachdem Barnum zunächst keine feste Stelle gefunden hatte, „erwarb“ er 1835 die angeblich 161 Jahre alte Amme von George Washington, die er für Geld ausstellte. Die blinde und gebrechliche alte Afroamerikanerin namens Joyce Heth unterhielt das Publikum mit Anekdoten aus Washingtons Leben und Gospeln. Sie war Barnums Einstieg ins Schaustellergewerbe. Erst nach ihrem Tod im folgenden Jahr wurde durch eine Obduktion, an der der geschäftstüchtige Barnum gut verdient haben soll, festgestellt, dass sie höchstens 80 Jahre alt gewesen sein konnte. In den nächsten Jahren tingelte er mit verschiedenen Wanderzirkussen quer durch den Osten und Süden der USA.

P. T. Barnum starb im Alter von 80 Jahren. Er wurde auf dem Mountain Grove Cemetery in Bridgeport, Connecticut, beigesetzt.

Karriere als Schausteller

Barnum übernahm im Jahr 1841 das American Museum in New York und baute es zu einem der größten Unterhaltungsspektakel des 19. Jahrhunderts aus. Neben den Ausstellungen, die eine große Ansammlung von allem, was irgendwie interessant sein konnte, darstellten, half ihm dabei vor allem sein Talent zur Inszenierung und zur offensiven Öffentlichkeitsarbeit. Jeder neue Programmpunkt wurde intensiv mit Plakaten und in Zeitungen als „Sensation“ beworben. Dazu schrieb Barnum Artikel und Leserbriefe für verschiedene Zeitungen, um seine Ausstellung immer wieder zum Gesprächsthema zu machen. Auch vor Bluffs, inszenierten Wettbewerben und Betrügereien schreckte er nicht zurück. So gab sich einer seiner Mitarbeiter als Doktor aus London aus, um eine „Fidschi-Meerjungfrau“ zu propagieren. Diese bestand aus dem Oberkörper eines Affen, der geschickt auf einem Fischleib angebracht war, und wurde 1842 zu der Sensation in New York.

Text: “P. T. Barnum”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von P. T. Barnum

2 bücher