Porträt von Paul Bourget
Foto: Charles Gallot · Wikimedia Commons

Autor

Paul Bourget

Französischer Dichter und Kritiker (1852-1935)

Geboren
2. September 1852, Amiens
Gestorben
25. Dezember 1935, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Dramatiker, Schriftsteller, Essayist, Romancier und Literaturkritiker
Wichtige Werke
Cruelle énigme · Au bord de la mer · Les Aveux / Donner pour donner · Un crime d'amour · André Cornélis · Un Divorce

Leben und Werk

Paul Charles Joseph Bourget (* 2. September 1852 in Amiens; † 25. Dezember 1935 in Paris) war ein französischer Schriftsteller, der vor allem als Romancier tätig war.

Leben und Schaffen

Paul Bourget (so sein Name als Autor) wuchs auf in Clermont-Ferrand, wo sein Vater eine Universitäts-Professur erhalten hatte und etwas später hoher Beamter des Bildungswesens (recteur d’Académie) wurde. Mit 15 Jahren kam er nach Paris und absolvierte die letzten Gymnasialjahre am renommierten Lycée Louis-le-Grand. 1870 erlebte er hautnah den Aufstand der Pariser Kommune, der ihn nach anfänglichen Sympathien für die Revolutionäre in seiner konservativen Einstellung bestärkte. Während seines anschließenden Literaturstudiums entwickelte er Kontakte zur Dichtergruppe der Parnassiens, schrieb Lyrik, die er 1875 erstmals auch als Buch publizierte, und betätigte sich als literarischer Journalist, insbesondere als Theaterkritiker. In dieser Zeit lernte er Léon Bloy kennen.

Um 1880 verfasste er eine Serie scharfsinniger Porträts bedeutender neuerer Autoren, unter anderen Charles Baudelaire, Ernest Renan, Stendhal, Hippolyte Taine, die er 1883 in dem vielbeachteten Band Essais de psychologie contemporaine gesammelt herausgab. Hiernach entwickelte er sich zum Romancier, der sich ebenfalls auf die Psychologie seiner Figuren konzentrierte und sich damit bewusst vom Naturalismus à la Goncourt und Zola absetzte. Die bekanntesten Titel dieser ersten Romancier-Jahre wurden Cruelle énigme (Grausames Rätsel, 1885), Un Crime d’amour (Verbrechen aus Liebe, 1886), André Cornélis (1887), Mensonges (Lügen, 1887) und vor allem Le Disciple (der Schüler/Jünger, 1889), dessen Handlung im mondänen Pariser Milieu angesiedelt ist und sich um einen zwanghaften jungen Analytiker seiner selbst und den Selbstmord der jungen Frau rankt, die ihn liebt und die er verführt und in den Tod treibt.

Text: “Paul Bourget”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Paul Bourget

16 bücher