Autor
Paul de Kock
Französischer Schriftsteller
- Geboren
- 21. Mai 1793, Passy
- Gestorben
- 29. August 1871, Paris
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich
- Beruf
- Schriftsteller, Dramatiker, Romancier und Librettist
Leben und Werk
Charles Paul de Kock (* 21. Mai 1793 in Passy, heute Stadt Paris; † 27. August 1871 in Romainville, heute Stadt Les Lilas, Département Seine-Saint-Denis) war ein französischer Romanschriftsteller und Dramatiker.
Leben
Charles Paul de Kock war ein Sohn des niederländischen Bankiers Johannes Conradus de Kock und dessen Ehefrau Anne-Marie Perret, einer Bürgerin aus Basel. Während der Terrorherrschaft der französischen Revolution wurde sein Vater, der 1793 in die Armee des Generals Charles-François Dumouriez eingetreten war, um der Freiheit seiner alten holländischen Heimat zu dienen, am 24. März 1794 guillotiniert und das Vermögen der Familie beschlagnahmt. Die Witwe heiratete aus wirtschaftlicher Not um 1800 einen „Monsieur Gaigneau, […] Bürovorsteher bei der Steuerdirektion in Paris“. Gaigneau war spielsüchtig und kümmerte sich wenig um seinen Stiefsohn, der von einem Hauslehrer unterrichtet wurde. Der junge Paul de Kock entwickelte einen außerordentlichen Lesehunger, las klassische Werke, mit großer Leidenschaft aber vor allem Romane. „Ganz besonders […] zogen ihn die Romane Pigault-Lebruns an, die ihn wohl zum Schreiben seines ersten eigenen Romans veranlaßt haben, den er als Siebzehnjähriger verfaßte.“ Bevor Paul de Kock jedoch selbst literarische Wege beschritt, machte er auf Wunsch seiner Mutter eine Banklehre und arbeitete von 1808 bis 1813 in einem Pariser Bankhaus.
Aus dieser Zeit stammen auch seine ersten literarischen Versuche. Für sein Erstlingswerk, den Roman „L’enfant de ma femme“, konnte er zunächst keinen Verleger gewinnen. Er ließ es 1813 auf eigene Kosten drucken. Das Buch fand jedoch weder Abnehmer noch Leser. Paul de Kock versuchte nach diesem Misserfolg sein Glück als Bühnendichter und schrieb Melodramen, die auf den Pariser Bühnen durchschlagenden Erfolg hatten. Jetzt interessierten sich auch Pariser Verleger lebhaft für seine Romane und Erzählungen, die den Erfolg seiner Bühnenwerke noch in den Schatten stellten. Mit seinen pikanten, oft etwas frivolen Darstellungen der Sitten und Gebrechen der Pariser Gesellschaft wurde Paul de Kock der Liebling des französischen und in den kommenden Jahrzehnten auch des europäischen Leihbibliothekenpublikums.
Text: “Paul de Kock”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

