Porträt von Paula Dehmel
Foto: unbekannter Urheber · Wikimedia Commons

Autor

Paula Dehmel

Deutsche Schriftstellerin

Geboren
31. Dezember 1862, Berlin
Gestorben
9. Juli 1918, Steglitz
Staatsangehörigkeit
Deutsches Kaiserreich
Beruf
Schriftstellerin, Kinderbuchautorin und Librettistin

Leben und Werk

Paula Dehmel (* 31. Dezember 1862 in Berlin als Pauline Oppenheimer; † 8. Juli 1918 in Steglitz b. Berlin) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie schrieb Gedichte und Märchen für Kinder. Sie war eine Schwester von Franz Oppenheimer und von 1889 bis 1900 mit dem Dichter Richard Dehmel verheiratet.

Leben

Ihre Eltern waren Antonia Oppenheimer, geb. Davidsohn (1837–1910), und Julius Oppenheimer (1827–1909), ein Prediger und Lehrer am Tempel der Berliner jüdischen Reformgemeinde. Sie wuchs gemeinsam mit ihren Geschwistern Franz (1864–1943), Lise (1866–1964) und Carl (1874–1941) auf. Spätestens seit 1886 nannte sie sich Paula.

Über ihren Bruder Franz lernte sie 1886 Richard Dehmel kennen. Sie heirateten am 4. Mai 1889. Aus der Ehe gingen drei Kinder hervor: Veradetta (1890–1979), Heinz Peter (Heinrich) (1891–1932), späterer Arzt und Buchautor, sowie Liselotte (1897–1990). Ihr Mann verliebte sich gegen August 1892 in Paulas Freundin Hedwig Lachmann, eine Dichterin und Übersetzerin, welche jedoch eine von Richard vorgeschlagene „Dreierbeziehung“ ablehnte. 1895 trat Richard in eine nähere Bekanntschaft zu Ida Auerbach, seiner späteren zweiten Ehefrau. Von Mitte 1898 bis April 1899 lebten Paula, Ida und Richard in Pankow in der Parkstraße in einer Ehe zu dritt. Ida wohnte im Nachbarhaus. Im Mai 1899 trennte sich Paula von Richard und Ida, die ohnehin auf gemeinsamen Reisen waren, und blieb mit den Kindern zunächst weiterhin in Pankow.

Die ersten Gedichte von Paula und Richard Dehmel entstanden im alltäglichen Umgang und in der Beschäftigung mit ihren kleinen Kindern Vera und Heinz Peter. Diese Gedichte widerspiegelten in einfachen Worten und kurzen Reimen die Entdeckung des eigenen Ichs aus der Sicht eines Kindes und seine unmittelbare Erlebnis- und Fantasiewelt während des Tages im Haus oder im Garten. Zugleich gab es in der Zeit um 1900 reformpädagogische Bestrebungen zur Erneuerung der Kinder- und Jugendliteratur mit der Forderung nach einer „Dichtung von Kinde aus“, was insbesondere Richard Dehmel veranlasste, bereits um 1895 für die im familiären Kreis entstandenen Gedichte und kürzeren Geschichten nach Veröffentlichungsmöglichkeiten zu suchen. Abdrucke einzelner Gedichte und Geschichten erfolgten 1894 in der Zeitschrift Die Gesellschaft, 1897 in der Zeitschrift Jugend, 1898 in Ver Sacrum und 1899 in PAN.

Text: “Paula Dehmel”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Paula Dehmel

1 buch