Autor
Pedro de Cieza de León
Spanischer Conquistador, Chronist und Historiker Perus
- Geboren
- 1518, Llerena
- Gestorben
- 2. Juli 1554, Sevilla
- Staatsangehörigkeit
- Spanien
- Beruf
- Forschungsreisender, Historiker, Eroberer, Chronist und Schriftsteller
Leben und Werk
Pedro de Cieza de León (auch: Pedro de Cieza de León, Peter de Cieza, Pedro de Cieça de León; * ca. 1520 in Llerena, Spanien; † 1554 in Sevilla, Spanien) war ein spanischer Conquistador, Chronist und Historiker Perus. Er schrieb die Crónica del Perú (Chronik von Peru) in drei Teilen, wovon der erste zu seinen Lebzeiten veröffentlicht wurde, die weiteren erst im 19. und 20. Jahrhundert.
Jugend und Auswanderung nach Amerika
Von Cieza wusste man lange Zeit nur, was er in seinen Schriften selbst preisgab; seit der Auffindung seiner Auswanderungspapiere, seines Testaments und anderer Quellen in den spanischen Archiven finden sich seine Angaben heute im Wesentlichen bestätigt und erweitert. Cieza wurde 1520 in Villa Llerena/Estremadura bei Badajoz geboren. Sein Vater besaß dort einen Laden und kam auf Handelsreisen im Lande herum; die Ciezas galten zudem als „Erasmisten“ oder „Humanisten“, d. h. als moderate Katholiken; dass sie Conversos (bekehrte Juden) gewesen sein sollen, kann ausgeschlossen werden.
Landsknecht und Chronist
Pedro hatte zwar nicht studiert, kannte aber die antiken Autoren, war ein guter Beobachter und aufmerksamer Beschreiber. Als Kind hatte er die Ankunft des geraubten Schatzes des Inkaherrschers Atahualpa in Sevilla miterlebt und beurkundete dort 1535 vor dem Notar seine Ausreise nach Cartagena/Kolumbien. Von dort zog er als Bursche und Landsknecht 1539 ins Landesinnere, ins Caucatal. Zugleich begann er mit seinen Aufzeichnungen, wobei ihm nach eigener Aussage oft eine Trommel als Schreibtisch und eine Kondorfeder als Kiel diente; offiziell begann er sein Tagebuch 1541 in Cartago, Neugranada. 1546 geriet er in die Kämpfe der Spanier um die Herrschaft über Peru: Er begleitete den Sondergesandten des Königs, den Prälaten Pedro de la Gasca, auf dessen Feldzügen gegen den Konquistador-Usurpator Gonzalo Pizarro. 1548 wurde er seinen Angaben zufolge zum „Cronista de las Indias“ ernannt und zog im Landesinneren, u. a. in Cusco, weitere Erkundigungen bei Augenzeugen und Konquistadoren ein; den Leistungen der Inka ließ er dabei Gerechtigkeit widerfahren: „In vieler Hinsicht waren sie uns Spaniern weit überlegen.“ 1550 beendete er in Lima seine Geschichte der Andenvölker und legte das Manuskript der dortigen Zensurbehörde vor; hier schloss er auch das Verlöbnis mit der in Spanien lebenden Isabel López, die er 1551 nach seiner Rückkehr in Sevilla ehelichte.
Text: “Pedro de Cieza de León”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

