Autor
Pierre Esprit Radisson
Französischer Entdecker und Pelzhändler
- Geboren
- 1636, Avignon
- Gestorben
- Juni 1710, London
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich und Königreich Großbritannien
- Beruf
- Forschungsreisender und Waldläufer
Leben und Werk
Pierre-Esprit Radisson (* um 1636, nach anderen Quellen 1640 wahrscheinlich in Avignon, Frankreich; † zwischen dem 17. Juni und 2. Juli 1710 in England) war ein französischer Entdecker, Waldläufer und Pelzhändler.
Jugend
1645 wanderten Pierre-Esprit Radissons aus Saint-Malo stammende Eltern mit ihren Kindern nach Neufrankreich aus. Sie erwarben eine kleine „Seigneurie“, eine von Pächtern bewirtschaftete Hofstelle bei Trois-Rivières. Schon nach einigen Jahren fielen die Eltern einer Epidemie zum Opfer. Pierre Radissons neun Jahre ältere, in Trois-Rivières verheiratete Halbschwester Marguerite Hayet und deren Familie nahmen ihn auf.
Als 15-Jähriger wurde Pierre Radisson bei einem Jagdausflug von Mohawks überfallen und gefangen genommen. Eine Mohawk-Familie adoptierte ihn und gab ihm den Namen „Orimha“ („Stein“). Von ihnen erlernte er ihre Sprache und wurde mit ihrer Lebensweise vertraut. Nach einem zweijährigen Aufenthalt bei den Irokesen flüchtete er nach Nieuw Nederland, in die niederländische Kolonie Fort Orange im oberen Hudsontal. Über Nieuw Amsterdam (heute: New York City), Amsterdam und Saint-Malo kehrte er nach Neufrankreich zurück.
Handels- und Entdeckungsreisen in den Westen und zur Hudson Bay
1657 begleitete Radisson eine Missionsreise des französischen Jesuiten und Missionars Paul Ragueneau nach Sainte-Marie-de-Gannentaa (= Onondaga) unweit des heutigen Syracuse (im US-Bundesstaat New York), wo europäische Siedler nach einem Friedensschluss im Gebiet der Irokesen lebten. Als diese die Eindringlinge wieder loswerden wollten und die Europäer befürchteten, bei ihrer Flucht angegriffen zu werden, griff Radisson, der mit der Denkweise der Irokesen vertraut war, zu einer List: Aufgrund eines vorgeblichen Traumes luden die Europäer ihre irokesischen Nachbarn zu einem ausgiebigen Gelage, bei dem die Gastgeber ihre Gäste vermutlich betäubten und während ihres Schlafes unbemerkt fliehen konnten.
Text: “Pierre-Esprit Radisson”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Pierre Esprit Radisson
1 buch

