Porträt von Pierre Loti
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Autor

Pierre Loti

Französischer Marineoffizier und Schriftsteller (1850-1923)

Geboren
14. Januar 1850, Rochefort
Gestorben
10. Juni 1923, Hendaye
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Schriftsteller, Marineoffizier, Romancier, Essayist und Tagebuchschreiber

Leben und Werk

Pierre Loti (eigentlich Louis Marie Julien Viaud; * 14. Januar 1850 in Rochefort, Département Charente-Maritime; † 10. Juni 1923 in Hendaye, Département Pyrénées-Atlantiques) war ein französischer Marineoffizier und Schriftsteller. Zu seinen unzähligen Romanen gehören etliche Bestseller des ausgehenden 19. Jahrhunderts und beginnenden 20. Jahrhunderts.

Leben und Werk

Pierre Loti kam aus einer hugenottischen Seefahrer-Familie, sein Bruder Gustave war Schiffsarzt. In der Literatur wird Lotis Sucht zu reisen oft mit dem Tod des Bruders in der Südsee begründet, der vier Jahre lang auf Tahiti gelebt hatte. Pierre Loti besuchte ein strenges protestantisches Collège und anschließend die Französische Marineschule. 1876 nahm er an einer französischen Strafexpedition gegen türkische Bewohner Salonikis teil. 1879 veröffentlichte Loti Aziyadé, seinen ersten Roman, der in Istanbul spielt und seine Passion für den Orient und das Osmanische Reich wiedergibt. Als Offizier der Marine beteiligte er sich 1883 an einer Tonking-Expedition.

Loti, seinem Freund Claude Farrère zufolge ein Agnostiker, begab sich 1894 auf eine Palästinareise, um festzustellen, ob seine Seele, die „zu den gequälten dieses zu Ende gehenden Jahrhunderts gehört“, in Jerusalem Linderung erfahren kann durch eine neue spirituelle Erfahrung. Am 26. März 1894 traf er dort ein und hielt sich bis um den 17. April dort auf. Am Tag seiner Abreise war er zutiefst desillusioniert, den Weg zur mystischen Erfahrung hatte er nicht gefunden.

Durch ein Kuriosum der spanisch-französischen Beziehungen war Loti zwischen 1891 und 1898 zwei Mal Vizekönig der Fasaneninsel, einer Flussinsel zwischen den beiden Ländern. 1892 reiste er nach Spanien, wo er sich kritisch mit den Jesuiten auseinandersetzte. Im selben Jahr wurde Loti in die Académie française berufen. 1900 war er als Adjutant des Vizeadmirals Pottier Mitglied des französischen Expeditionskorps zur Niederschlagung des Boxeraufstandes in China. Loti hatte eine starke Abneigung gegen die Engländer. Im Buch L’Inde (sans les Anglais) über seine Reise nach Britisch-Indien erwähnte er sie – mit Ausnahme der Klammer im Titel – mit keinem Wort, behandelte aber ausführlich die dortige Hungersnot.

Text: “Pierre Loti”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Pierre Loti

31 bücher