Autor
Pindar
Griechischer Lyriker der Antike
- Geboren
- 517 v. Chr., Cynocephalus
- Gestorben
- 437 v. Chr., Argos
- Staatsangehörigkeit
- Böotischer Bund
- Beruf
- Dichter, Mythograph und Schriftsteller
- Wichtige Werke
- Epinikia
Leben und Werk
Pindar (altgriechisch Πίνδαρος Píndaros, latinisiert Pindarus; * 522 oder 518 v. Chr. in Kynoskephalai bei Theben; † nach 446 v. Chr. bei Argos) war ein griechischer Dichter; er zählt zum Kanon der neun Lyriker.
Leben
Pindar entstammte der adligen Familie der Aigeidai, die ihm ermöglichte, einen Teil seiner dichterischen und musikalischen Ausbildung im demokratischen (und damit Theben feindlichen) Athen zu absolvieren. Geboren wurde er angeblich zur Zeit der Pythischen Spiele. Das früheste erhaltene Gedicht stammt aus dem Jahr 498 v. Chr. Seinen ersten Sieg im Dithyrambenagon errang Pindar bereits 497/96 v. Chr. Schon als junger Mann galt er als bedeutender Kultdichter, wovon seine Beziehungen zur einflussreichen Priesterschaft in Delphi zeugen. Vornehme und reiche Wettspielsieger (z. B. von der Insel Aigina, aus Thessalien, Orchomenos, Athen und Theben) bestellten Chorlieder bei ihm.
In der Zeit der Perserinvasion (490–480 v. Chr.) kämpfte das aristokratische Theben in der Hoffnung auf die Niederringung Athens auf der Seite der Perser. Pindar, der bis zu seinem Tod an den aristokratischen Idealen festhielt, sich aber auch als Hellene fühlte, löste den Zwiespalt, indem er sich zu Freunden auf die Insel Aigina zurückzog. Nach dem Sieg über die Perser kehrte Pindar in das von Zerstörung verschonte Theben zurück. Später würdigte er die Rolle Athens bei der Befreiung Griechenlands von den Persern. Athen seinerseits schätzte die Kunstleistung Pindars.
Als den Höhepunkt seiner Karriere sah Pindar seinen Aufenthalt in Sizilien 476–474 v. Chr. an. Hier regierten die kunstliebenden Tyrannen Hieron I. von Syrakus und Theron von Akragas, auf deren Siege im Wagenrennen Pindar einige Gedichte schrieb. An den Königshöfen traf er auf Simonides und dessen Neffen Bakchylides, beides bedeutende Chorlyriker; doch schon den Zeitgenossen galt Pindar als der bedeutendste der Drei.
Text: “Pindar”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Pindar
1 buch

