Autor
Pope Pius II
Papst (1458–1464)
- Geboren
- 18. Oktober 1405, Pienza
- Gestorben
- 14. August 1464, Ancona
- Staatsangehörigkeit
- Heiliges Römisches Reich
- Beruf
- Katholischer Priester, Diplomat, Schriftsteller, Hochschullehrer und Dichter
- Wichtige Werke
- Letters · Historia Austrialis · Germania · De liberorum educatione · Chrysis · De miseriis curialium · Pentalogus · Somnium de Fortuna
Leben und Werk
Pius II. (bürgerlich Enea Silvio Piccolomini, lateinisch Aeneas Silvius Piccolomini., auch Eneas Sylvius usw.; ursprünglich: Enea Silvio Bartolomeo (de’) Piccolomini (de Senis). * 18. Oktober 1405 in Corsignano, nach ihm Pienza genannt, bei Siena; † 14. August 1464 in Ancona) war von 1458 bis 1464 Papst der römisch-katholischen Kirche.
Er war ein bedeutender Humanist, Schriftsteller, Historiker, Poet und Gelehrter sowie Verehrer Boccaccios.
Herkunft
Aeneas Silvius Piccolomini war Sohn des Silvio Piccolomini und der Vittoria Forteguerri. Er selbst gab als seinen Geburtstag den 18. Oktober an, das Fest des Evangelisten Lukas.
Kirchlicher Werdegang
Vor seiner kirchlichen Laufbahn führte Enea Silvio Piccolomini ein Leben als Dichter und Lebemann und war in seinem Wirken ebenso widersprüchlich wie später als Papst.
Der humanistisch gebildete Jurist und Poet nahm 1432 als Begleiter von Kardinal Domenico Capranica am Basler Konzil teil. Dort hatte er die Funktion eines Verteidigers und gehörte zur Partei der Konziliaristen. Im September 1432 reiste er als Sekretär von Fürstbischof Nikodemus della Scala von Freising zum Frankfurter Fürstentag und blieb bis Januar 1433 in dessen Diensten. Im Jahr 1435 traf er mit Jakob I. in Schottland zusammen, wie er in seinem Werk De Europa erwähnt. 1440 wurde Piccolomini Sekretär des Gegenpapstes Felix V. und war ab 1442 Gesandter des Konzils am Frankfurter Reichstag. Anfang 1443 trat er in den Dienst König Friedrichs III., der weiterhin Papst Eugen IV. unterstützte. Piccolomini nahm nun eine neutrale Position ein. Die Zeit bis 1445 verbrachte er vornehmlich am Hof des nachmaligen Kaisers in Wiener Neustadt und Graz, unter anderem als königlicher Sekretär. Friedrich III. schätzte seine Dienste sowie seine lockeren Verse und erklärte ihn mit der Dichterkrone zum „poeta laureatus“. An der Universität Wien hielt Piccolomini während dieser Zeit Vorlesungen über die Dichter der Antike und übte damit einen bedeutenden Einfluss auf den deutschen Humanismus aus. Friedrich III. betraute ihn mit wichtigen diplomatischen Aufgaben; Piccolomini bereitete die Kaiserkrönung Friedrichs III. in Rom vor und führte ihm Eleonore von Portugal als Braut zu (1452).
Text: “Pius II.”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Pope Pius II
1 buch

