Porträt von Rachilde
Foto: Otto Wegener (after) · Wikimedia Commons

Autor

Rachilde

Französische Schriftstellerin

Geboren
11. Februar 1860, Château-l'Évêque
Gestorben
4. April 1953, Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Salonnière, Schriftstellerin und Dramatikerin

Leben und Werk

Rachilde (* 11. Februar 1860 in der Dordogne als Marguerite Eymery; † 4. April 1953 in Paris) war eine französische Fin-de-siècle-Schriftstellerin. Sie publizierte auch unter den Pseudonymen Jean de Childra und Jean de Chibra. Ihr Ehename war Marie-Marguerite Valette.

Leben

Als Tochter eines Offiziers, der enttäuscht war über die Geburt einer Tochter, löste sich Rachilde schon früh vom Elternhaus und heiratete den Herausgeber der Symbolisten-Revue Mercure de France Alfred Vallette. Die Frage nach der eigenen sexuellen Identität und die Beziehung der Geschlechter werden zu ihrem Lebensthema: Sie kleidet sich als Mann und reflektiert in über 60 Romanen zahlreiche Themen, darunter auch Transgeschlechtlichkeit und Frauenemanzipation. An ihren in den Räumen der von ihr mit ihrem Mann Alfred Vallette gemeinsamen herausgegebenen Literaturzeitschrift Mercure de France stattfindenden Künstlertreffen nahmen zahlreiche Pariser Autoren des Fin de Siècle teil, darunter Jules Renard, Maurice Barrès, Jules Barbey d’Aurevilly, Pierre Louÿs, Émile Verhaeren, Paul Verlaine, Jean Moréas, André Gide, Catulle Mendès, Natalie Clifford Barney, Guillaume Apollinaire, Alfred Jarry, Léon Bloy, Rémy de Gourmont, Joris-Karl Huysmans, Camille Flammarion, Stéphane Mallarmé und Oscar Wilde.

Rachilde war nicht nur als Romanautorin, sondern aus als Essayistin und Literaturkritikerin erfolgreich. Gegen Ende ihres Lebens geriet sie zusehends in Vergessenheit, wird jedoch seit einigen Jahren von der literaturwissenschaftlichen Forschung zusehends wiederentdeckt.

Text: “Rachilde”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Rachilde

8 bücher