Autor
Renato Fucini
Italienischer Schriftsteller
- Geboren
- 8. April 1843, Monterotondo Marittimo
- Gestorben
- 25. Februar 1921, Empoli
- Staatsangehörigkeit
- Königreich Italien
- Beruf
- Dichter, Schriftsteller, Lehrer und Schulleiter
Leben und Werk
Renato Fucini (Pseudonym: Neri Tanfucio; * 8. April 1843 in Monterotondo Marittimo; † 25. Februar 1921 in Empoli) war ein italienischer Schriftsteller des Verismus, der für seine Dialektgedichte und literarischen Skizzen bekannt ist.
Leben
Renato Fucini wurde 1843 in einem kleinen Dorf in der Maremma im Großherzogtum Toskana geboren. Sein Vater David Fucini war ein Arzt, der sich der Bekämpfung der Malaria in den hiesigen Sümpfen verschrieben hatte, und Angehöriger der Carbonari. Aufgrund seines Berufes und seiner politischen Gesinnung musste die Familie oft den Wohnort innerhalb der Toskana wechseln, so ging sie zunächst nach Campiglia Marittima, dann nach Livorno und schließlich nach Vinci, wo sie die Villa Dianella Fucini besaß. Renato hatte dabei ständig wechselnde Lehrer. 1855 wurde er nach Empoli geschickt, schloss hier 1859 seine Sekundärbildung ab und erlebte (als erst 16-Jähriger) mit patriotischer Begeisterung die Ereignisse um den Zweiten Italienischen Unabhängigkeitskrieg, die Absetzung Leopolds II. und die Einigung Italiens mit. Im November 1859 immatrikulierte er sich an der Universität Pisa. Weil sein Diplom aus Empoli nicht anerkannt wurde, durfte er nicht Medizin studieren und wählte stattdessen Agrarwissenschaften. In seinen Studienjahren bis 1863 schrieb er teils auf Italienisch, teils in toskanischem Dialekt erste Gedichte, dabei hauptsächlich Epigrammatisches und Satirisches.
Nach seinem Abschluss suchte Fucini vergeblich eine Anstellung als Agronom und wurde 1865 Hilfsingenieur in der kommunalen Bauverwaltung der Stadt Florenz. In der toskanischen Metropole, die damals gerade Hauptstadt Italiens wurde, zog er mit seinen Dialektgedichten rasch die Aufmerksamkeit der gebildeten Welt auf sich und machte Bekanntschaft mit Schriftstellern wie Pietro Fanfani, Aleardo Aleardi, Edmondo De Amicis und Diego Martelli und den Malern Telemaco Signorini und Antonio Ciseri. Letzterer verewigte ihn später in einem Porträt. Als Florenz 1871 seinen Status als Hauptstadt an Rom verlor, wurde Fucini arbeitslos und betätigte sich für eine Weile als freier Schriftsteller. 1872 erschienen unter dem Pseudonym „Neri Tanfucio“ (einem Anagramm) mit großem Erfolg seine Hundert Sonette in Pisaner Dialekt, in denen sich das lyrische Ich als Sohn eines Wucherers und einer Zuhälterin präsentierte.
Text: “Renato Fucini”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Renato Fucini
1 buch

