Porträt von Reynold Alleyne Nicholson
Foto: by Lafayette · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Reynold Alleyne Nicholson

Britischer Orientalist

Geboren
18. August 1868, Yorkshire
Gestorben
27. August 1945, Chester
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich
Beruf
Übersetzer, Hochschullehrer, Orientalist und Wissenschaftler

Leben und Werk

Reynold Alleyne Nicholson (geb. 19. August 1868 in Keighley, West Yorkshire; gest. 27. August 1945 in Chester) war ein britischer Orientalist, der sich schwerpunktmäßig mit der islamischen Mystik befasste und mehrere arabische und persische Schlüsseltexte des Sufismus edierte und ins Englische übersetzte, darunter auch den Masnawī des mystischen Dichters Dschalāl ad-Dīn ar-Rūmī (1207–1273).

Familiäre Prägung

Nicholson war Sohn von Henry Alleyne Nicholson, Professor für Naturgeschichte an der University of Aberdeen (gest. 1903). Als er am 18. August 1868 geboren wurde, war sein Vater noch als Wundarzt in Keighley tätig. Als Kind wurde Nicholson aber vor allem von seinem Großvater John Nicholson geprägt, einem Bibel-Gelehrten und Swedenborgianer, der Arabisch gelernt hatte, an der Universität Tübingen mit einer Dissertation über die Entstehung der Fatimiden-Dynastie promoviert worden war und eine Sammlung islamischer Handschriften besaß.

Studium

Während seiner Schulzeit in Edinburgh und Aberdeen interessierte sich Nicholson vor allem für die klassischen Sprachen. 1887 kam er als pensioner ans Trinity College, Cambridge, wo er das Studium der Klassischen Philologie aufnahm und schon im ersten Jahr mit eigenen Versen den Porson Prize für griechische Dichtung gewann. 1889 schloss er den ersten Teil des Classical Tripos mit First Class ab und wurde zum Scholar seines Colleges ernannt. Danach verlegte er sich ganz auf das Studium der orientalischen Sprachen, so dass er den zweiten Teil des Classical Tripos 1891 auch nur noch in der dritten Klasse abschließen konnte. Im gleichen Jahr traf er erstmals mit Edward Granville Browne zusammen, bei dem er das Studium der persischen Sprache vertiefte. 1892 konnte er einen Tripos in indischen Sprachen mit First-Class-Auszeichnung erwerben. Während des Studiums spielte er mit großer Begeisterung Golf und trat 1888, 1890 und 1891 für Cambridge in Golf-Wettkämpfen mit Oxford an.

Text: “Reynold Alleyne Nicholson”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Reynold Alleyne Nicholson

1 buch