Porträt von Robert Christison
Foto: unbekannter Urheber · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Autor

Robert Christison

Schottischer Arzt und Toxikologe

Geboren
18. Juli 1797, Edinburgh
Gestorben
23. Januar 1882
Staatsangehörigkeit
Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland und Königreich Großbritannien
Beruf
Toxikologe, Chirurg, Rechtsmediziner, Pathologe und Arzt

Leben und Werk

Robert Christison (* 18. Juli 1797 in Edinburgh; † 23. Januar 1882) war ein englischer Toxikologe, Rechtsmediziner und Hochschullehrer.

Leben

Robert wurde am 18. Juli 1797 in Edinburgh geboren. Sein Vater, Alexander Christison, war Professor für Humanity (klassische Sprachen) an der University of Edinburgh (1806 bis 1820). Nach dem Besuch der Royal High School (Edinburgh) entschied sich Robert für das Medizinstudium und schloss sein Studium 1819 ab. Ab 1817 bis in den April 1820 assistierte er in der Edinburgh Royal Infirmary. Nach einer kurzen Zeit in London, überwiegend am St Bartholomew’s Hospital, ging Christison nach Paris, wo er sich überwiegend mit analytischer Chemie unter Pierre-Jean Robiquet beschäftigte. Er hörte auch einige Vorlesungen des Toxikologen Mathieu Orfila, dessen Arbeiten Christison stark beeinflussten.

Als Robert 1821 nach Edinburgh zurückkehrte, fand er sich unvermittelt in Konkurrenz mit seinem älteren Bruder um die soeben von William Pulteney Alison verlassene Regius-Professur für Rechtsmedizin. Die Entscheidung fiel Anfang 1822 zugunsten von Robert, der mit Empfehlung von Robiquet der einzige Kandidat war, der wesentliche Kenntnisse in Chemie aufweisen konnte.

Christison machte sich daran, die Rechtsmedizin in Edinburgh, speziell die Toxikologie, auf wissenschaftliche Beine zu stellen. Die Arbeiten von Orfila, den Christison in Paris kennengelernt hatte, waren damals in Großbritannien noch nicht absorbiert worden. Christison lernte Deutsch, um sein Fachwissen mit dortigen Quellen zu erweitern. Als Dozent aber auch als Zeuge vor Gericht war Christison bald logischer, genauer und unbestechlicher als irgendeiner seiner Vorgänger. Er wurde 1829 zum Berater der Krone für medizinische Fragen in Schottland ernannt und trat in den West-Port-Prozessen als Sachverständiger auf. Bis 1866 trat Christison in Schottland fast immer und in England häufig als Zeuge an, wenn ein medizinischer Sachverständiger vor Gericht benötigt wurde. Nach Aussagen der Zeitschrift The Scotsman waren Christisons Auftritte vor Gericht von bemerkenswerter Klarheit, die weder bei Anklage, noch Jury oder Verteidigung einen Zweifel an seiner Meinung ließen. Dabei fiel auf, dass Christison seine Unparteilichkeit lebte und hohe Gebühren für seine Aussagen ablehnte. Einige der von ihm beschriebenen Methoden zur Untersuchung von Leichen wurden übliche Praxis in solchen Fällen. Unter anderem führte er die Unterscheidung von Verletzungen ein, die vor und nach dem Tod eingetreten waren.

Text: “Robert Christison”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Robert Christison

1 buch