Porträt von Robert Montesquiou-Fézensac
Foto: Paul Nadar · Wikimedia Commons

Autor

Robert Montesquiou-Fézensac

Französischer Schriftsteller

Geboren
19. März 1855, ehemaliges 10. Arrondissement von Paris
Gestorben
11. Dezember 1921, Menton
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Dichter, Schriftsteller, Journalist, Literaturkritiker und Biograf

Leben und Werk

Marie Joseph Robert Anatole Comte de Montesquiou-Fézensac (* 7. März 1855 in Paris; † 11. Dezember 1921 in Menton) war ein französischer Schriftsteller, Symbolist, Kunstsammler und Dandy. Bekannt ist er vor allem als Vorbild für den Baron de Charlus in Marcel Prousts Romanfolge Auf der Suche nach der verlorenen Zeit.

Leben

Robert de Montesquiou stammte aus dem alten südfranzösischen Adelsgeschlecht der Montesquiou, das seit dem 12. Jahrhundert, ausgehend von seinem Stammsitz Montesquiou in Okzitanien, in verschiedenen Zweigen zahlreiche Burgen und Schlösser in dieser Region errichtet oder erworben hat. Da der Begründer des Geschlechts, Raymond-Aymeric de Montesquiou († 1070), nach der familiären Überlieferung ein jüngerer Sohn des Aymeric I., Graf von Fézensac, gewesen sein soll, eines Geschlechts, das seinerseits von den Herzögen der Gascogne (aus dem Haus Gascogne) abstammte, gestattete Ludwig XVI. der Familie 1777, den Doppelnamen de Montesquiou-Fézensac anzunehmen und erhob sie in den (zunächst primogenen, seit 1809 als comte de l'Empire allgemeinen) Grafenstand. Robert de Montesquiou berief sich gerne auf Charles d’Artagnan de Batz-Castelmore als einen seiner Ahnen, den Helden in Alexandre Dumas’ Roman Die drei Musketiere. Tatsächlich stammte Robert jedoch nicht direkt von dem berühmten Musketier ab, vielmehr war dessen Mutter eine geborene Montesquiou aus dem Hause Artagnan gewesen.

Robert war das vierte Kind (der dritte Sohn) des Grafen Thierry de Montesquiou-Fézensac und der reichen Erbin Pauline Duroux. Seine Eltern ließen sich 1858 ein Haus am Quai d’Orsay erbauen, das Hôtel de Montesquiou-Fézensac (heute chinesisches Kulturzentrum), wo er aufwuchs. Sein Vater war Vizepräsident des höchst exklusiven Jockey-Club de Paris. Robert verband Zeit seines Lebens eine enge Freundschaft mit seiner Cousine, der Comtesse Greffulhe, deren Mutter eine geborene Montesquiou war. Robert war ihr engster Vertrauter und machte sie mit zahlreichen Schriftstellern bekannt, darunter Marcel Proust, die dann in ihrem Salon verkehrten und dort Bekanntschaft mit weiteren Adligen schlossen. Einen anderen, jedoch fast ausschließlich vom hohen Adel frequentierten Salon im Paris der Belle Époque führten Roberts Cousin Aimery Comte de La Rochefoucauld und seine Gemahlin Henriette de Mailly-Nesle.

Text: “Robert de Montesquiou”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Robert Montesquiou-Fézensac

6 bücher