Porträt von Roger Bacon
Foto: unbekannter Urheber · CC BY-SA 3.0 · Wikimedia Commons

Autor

Roger Bacon

Englischer Philosoph

Geboren
1220, Ilchester
Gestorben
11. Juni 1292, Oxford
Staatsangehörigkeit
Königreich England
Beruf
Philosoph, Physiker, Theologe, Musikwissenschaftler und Musiktheoretiker
Strömung
Scholastik
Wichtige Werke
Opus Majus · Opus Minus · Opus Tertium · Summa Grammatica · Compendium studii philosophiae · Compendium studii theologiae · De influentiis agentium · De multiplicatione specierum

Leben und Werk

Roger Bacon (* um 1220, jedoch nicht vor 1214 (traditionelle Angabe), nahe Ilchester in Somerset; † kurz nach 1292 in Oxford), genannt „Doctor mirabilis“ (lateinisch für „wunderbarer/wundersamer Lehrer“), war ein englischer Franziskaner und Philosoph, insbesondere Naturphilosoph, und gilt als einer der ersten Verfechter empirischer Methoden. Er gilt als einer der bedeutendsten Vertreter der Spätscholastik.

Leben

Roger Bacons Familie entstammte der oberen Mittelschicht, jedoch wurde während der Herrschaft Heinrichs III. das Vermögen beschlagnahmt und zahlreiche Mitglieder der Familie wurden ins Exil vertrieben.

Roger Bacon studierte an der Universität Oxford, hielt dann Vorlesungen über Aristoteles und pseudo-aristotelische Schriften. Er wurde vermutlich 1233 Baccalaureus und ging nach Frankreich, um als Vertreter des Aristotelismus an der Universität von Paris zu arbeiten, die das damalige Zentrum des intellektuellen Lebens in Europa war. An der Fakultät der Artes hielt er zwischen 1242 und 1245 als Magister artium vielbesuchte Vorlesungen. Etwa 1246 kehrte er nach Oxford zurück. Er schloss zwischen 1247 und 1251 Freundschaft mit einflussreichen Personen wie Adam de Marisco (Adam Marsh) und Robert Grosseteste, dem Bischof von Lincoln, welche sein philosophisches Denken beeinflussten. Grosseteste propagierte das Studium der griechischen Sprache, um Aristoteles und die Bibel im „Original“ zu studieren. Bacon studierte Mathematik, die auch Astronomie und Astrologie umfasste, Alchemie und Optik und widmete sich dem Erlernen von Sprachen und der experimentellen Forschung. Für seine Studien – die eine deutliche Abkehr von der bei seinen Kollegen üblichen Tätigkeit bedeuteten – setzte er beträchtliche Mittel aus dem Familienvermögen ein.

Text: “Roger Bacon”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Roger Bacon

1 buch