Autor
Samuel Pepys
Englischer Marinesekretär und Chronist der Restaurationsepoche (1633–1703)
- Geboren
- 23. Februar 1633, London
- Gestorben
- 26. Mai 1703, Clapham
- Staatsangehörigkeit
- Königreich England
- Beruf
- Politiker, Schriftsteller, Tagebuchschreiber, Friedensrichter und Richter
- Wichtige Werke
- Tagebuch von Samuel Pepys
Leben und Werk
Samuel Pepys [piːps] (* 23. Februar 1633 in London; † 26. Mai 1703 in Clapham bei London) war Staatssekretär im englischen Marineamt (Chief Secretary to the Admiralty), Präsident der Royal Society und Abgeordneter des englischen Unterhauses, ist der Nachwelt aber vor allem als Tagebuchautor und Chronist der Restaurationsepoche unter König Karl II. von England bekannt. Das Tagebuch, das er von 1660 bis 1669 führte, gehört zu den wichtigsten Quellen für diese Zeit und zu den am häufigsten zitierten literarischen Werken des englischen Sprachraums.
Leben
Samuel Pepys wurde in eine Zeit hineingeboren, in der die Kämpfe zwischen dem zunehmend selbstbewusst auftretenden englischen Parlament und dem nach absolutistischer Herrschaft strebenden Stuart-Königtum eskalierten, in die Zeit des aufstrebenden Bürgertums und des beginnenden Kapitalismus.
Pepys, der sich vom Anhänger Oliver Cromwells zum überzeugten Tory wandelte, war ein typischer Vertreter des neuen Bürgertums. Dieses orientierte sich in seiner Lebensart zwar am Adel, prägte seine Welt aber zunehmend durch eigene, im Protestantismus wurzelnde Wertvorstellungen von Ehre, Religiosität und Moral, von arbeitsamer Rechtschaffenheit und Gewinnstreben. Die teils gewollte, teils unfreiwillige Komik von Pepys’ Tagebuch ergibt sich aus der Diskrepanz zwischen seinen Anfängen als prüder, lustfeindlicher Puritaner und seiner Verführbarkeit durch die barocken Genüsse der Ära Karls II., die er bald in vollen Zügen genoss. Er selbst schrieb dazu:
Der hohe, auch künstlerische Wert von Pepys’ Tagebüchern liegt in der rückhaltlosen Ehrlichkeit, mit der er darin sein eigenes Ich widerspiegelt. Robert Louis Stevenson sieht darin ihre hervorstechendste Eigenschaft und weist darauf hin, dass Pepys, obwohl stets auf seinen guten Ruf bedacht, auch eigenes Fehlverhalten und Unzulänglichkeiten unverblümt festhält. So am 8. Februar 1668, als er unmittelbar nach der Schilderung von Staats- und Dienstangelegenheiten den Kauf eines offenbar pornographischen, französischen Buchs erwähnt, das er aus Schamhaftigkeit gleich nach der Lektüre zu verbrennen gedenkt. Stevenson dazu: „Doch was soll man bitte zu dem Tagebuchschreiber sagen, der nicht nur ein unzüchtiges Buch kauft, sondern der sich dessen schämt, der es aber dennoch tut und beides ins Tagebuch schreibt - daß er es tut und daß er sich schämt.“
Text: “Samuel Pepys”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Samuel Pepys
1 buch

