Samuel Smiles (* 23. Dezember 1812 in Haddington, East Lothian, Schottland; † 16. April 1904 in London) ist der Begründer der Selbsthilfeliteratur.
Leben
Smiles war ein Sohn (er hatte noch zehn Geschwister) des Papiermüllers Samuel Smiles und dessen Ehefrau Janet Wilson. Die Familie Smiles war sehr gläubig, sein Großvater väterlicherseits gehörte als Prediger den Cameronians (→Presbyterianismus) an, einer Gruppierung, die den Covenanters nahestand, und sein Vater sah sich als Anti-Burgher.
Smiles besuchte die Patrick Hardie’s School seiner Heimatstadt und kam am 6. November 1826 zu Dr. Lewins für ein medizinisches Praktikum. Als drei Jahre später sich ein Kollege Lewins in Leith niederließ, ging Smiles mit ihm. Noch im selben Jahr (November 1829) immatrikulierte sich Smiles an der University of Edinburgh um Medizin zu studieren. Der spätere Arzt und Autor John Brown (1810–1882) war dort sein Studienkollege. Am 6. November 1832 erhielt Smiles seine Approbation und ging als Arzt zurück in seine Heimatstadt.
Bereits während seines Studiums verfasste Smiles kleinere Texte, welche aber allesamt unveröffentlicht blieben. Als Arzt in Haddington verfasste er Physical Education, or, The Nurture and Management of Children und ließ 1837 auf eigene Kosten 750 Exemplare drucken.
Im Mai 1838 gab Smiles seine Praxis auf, um die Redaktion der Leeds Times zu übernehmen. Von 1845 bis 1860 war er Sekretär verschiedener Eisenbahnen. Seitdem lebte er als Privatier in London. Einige seiner Schriften erlangten große Verbreitung. Neben der Selbsthilfeliteratur verfasste er Biographien über einige bedeutende britische Ingenieure und Erfinder seiner Zeit (George Stephenson, Robert Stephenson, Thomas Telford, James Nasmyth, Josiah Wedgwood, Matthew Boulton, James Watt) sowie über die Hugenotten und deren Kolonien und Kirchen in England und Irland (The Huguenots: Their Settlements, Churches, & Industries in England and Ireland, John Murray, London 1867).