Autor
São Boaventura
Italienischer Theologe und Philosoph, Generalminister des Franziskanerordens, Kardinalbischof von Albano
- Geboren
- 1221, Bagnoregio
- Gestorben
- 15. Juli 1274, Lyon
- Beruf
- Theologe, Ordenspriester, Philosoph, Schriftsteller und Regularkleriker
- Wichtige Werke
- Collationes in Hexaemeron · Breviloquium · Vitis mystica · Lignum vitae · Summa theologiae · Soliloquium de quatuor mentalibus exercitiis · Quaestiones de perfectione evangelica · Officium de passione Domini
Leben und Werk
Bonaventura (da Bagnoregio), eigentlich Giovanni (di) Fidanza (* 1221 in Bagnoregio bei Viterbo; † 15. Juli 1274 in Lyon), war ein italienischer Theologe. Er war einer der bedeutendsten Philosophen und Theologen der Scholastik, Generalminister der Franziskaner und Kardinalbischof von Albano. Er leitete den Franziskanerorden 17 Jahre lang bis zu seinem Tod und gilt wegen seines Organisationstalents als dessen zweiter Stifter. Er vermittelte zwischen den Fratres de communitate, die in der Frage nach der gebotenen Armut der Kirche einen gemäßigten Standpunkt einnahmen, und den radikaleren Spiritualen oder Fratizellen im sogenannten Armutsstreit. Im Auftrag des Generalkapitels schrieb Bonaventura im Jahr 1263 eine umfangreiche Biographie Franz von Assisis. Im Jahr 1273 ernannte ihn Gregor X. zum Kardinalbischof von Albano und übertrug ihm die Vorbereitung des Zweiten Konzils von Lyon, das die Unionsverhandlungen mit der griechisch-orthodoxen Kirche zum Abschluss bringen sollte. Er wurde am 14. April 1482 durch Sixtus IV. heiliggesprochen und 1588 durch Sixtus V. als Doctor seraphicus zum Kirchenlehrer erklärt. Leo XIII. bezeichnete ihn als „Fürst unter allen Mystikern“. Er stand in der augustinischen Tradition und wurde von der Mystik Hugos von St. Viktor und Pseudo-Dionysius Areopagitas beeinflusst.
Text: “Bonaventura”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von São Boaventura
1 buch

