Porträt von Shankaracharya
Foto: Raja Ravi Varma · Wikimedia Commons

Autor

Shankaracharya

Indischer Philosoph des Hinduismus

Geboren
788, Kalady
Gestorben
820, Kedarnath
Beruf
Philosoph, Schriftsteller, Dichter und Guru
Strömung
Bhakti movement

Leben und Werk

Adi Shankara (Sanskrit, शंकर, śankara, adi = „Anfang, Ursprung“) genannt Shankaracharya (acharya = „Meister“) (* um 788 in Kalady in Kerala; † um 820; diese Angaben sind umstritten) war ein religiöser Lehrer und Philosoph des Hinduismus. Er systematisierte die Philosophie des Advaita Vedanta. Einer später entstandenen Legende zufolge gründeten er selbst oder seine Schüler vier Klöster in Indien. Er war der Sohn eines Nambudiri-Brahmanen und durchwanderte ganz Indien. Vieles von dem, was über sein Leben geschrieben wurde (Shankara Vijayams), ist eher hagiographischer Natur, enthält jedoch einen historischen Kern. Shankara führte viele Streitgespräche mit den Buddhisten und verfasste in Benares sein Hauptwerk Brahma Sutra Bhasya (Kommentar zum Brahma-Sutra).

Lehre

Eines seiner wichtigsten Werke heißt Vivekachudamani („Kleinod der Unterscheidung“). Mit Unterscheidung meint Shankara die Unterscheidung zwischen Wirklichkeit und Nicht-Wirklichkeit: „Richtige Unterscheidung lässt uns das wahre Wesen eines Seils erkennen und vertreibt die quälende Angst, die unsere irrtümliche Annahme, es sei eine Schlange, hervorruft“. Durch Hingabe an die rechte Unterscheidung wird der Mensch die höchste Stufe der Vereinigung mit dem Brahman erreichen. „So mag er seine eigene Seele retten, die in den Fluten von Leben und Tod (Samsara) versunken ist“.

Die äußere Welt mit ihren Erscheinungen bewertet Shankara als Illusion: „Nur wer Unterscheidungsvermögen besitzt und seine Gedanken von allen irdischen Freuden abwendet, wer Gleichmut und die verwandten Tugenden besitzt, wer überdies nach Befreiung (Mukti) verlangt, ist befähigt Brahman zu suchen“. Die erste Voraussetzung ist nach Shankara die Unterscheidung zwischen dem Ewigen und dem Nicht-Ewigen. Brahman ist wirklich, das Weltall ist unwirklich. Ein Weg zur Erkenntnis ist das Bewusstsein von allen Gegenständen abzuziehen, d. h. die Sinnesorgane der Wahrnehmung wie der Tätigkeit von den Gegenständen abzulösen und in ihr Zentrum zurückzuziehen.

Text: “Shankara”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Shankaracharya

1 buch