Porträt von Sofrônio de Jerusalém
Foto: Authors of Menologion of Basil II (circa 985 AC, Constantinople), Byzantine manuscript illuminators [2] : Pantoleon with Georgios, Michael the Younger, Michael of Blachernae, Symeon, Symeon of Blachernae, Menas, and Nestor ( Online on Vatican site ) · Wikimedia Commons

Autor

Sofrônio de Jerusalém

Patriarch von Jerusalem

Geboren
560, Damaskus
Gestorben
11. März 0638, Jerusalem
Staatsangehörigkeit
Byzantinisches Reich
Beruf
Mönch, orthodoxer Priester und Patriarch

Leben und Werk

Sophronius (* 560 in Damaskus; † 11. März 638 (?) in Jerusalem) war Patriarch von Jerusalem von 634 bis zu seinem Tod. Bevor er diesen Bischofssitz einnahm, war er Mönch und als Theologe einer der Hauptvertreter der orthodoxen Lehre (im Sinne des Konzils von Chalcedon von 451) in der Kontroverse über die Natur Jesu und dessen Willensakte.

Leben

Sophronius erhielt seine frühe Bildung in Damaskus, wo er den Titel Sophist und Professor für Rhetorik erwarb. Er wurde um 580 ein Asket in Ägypten, worauf er in das Kloster von St. Theodosius bei Bethlehem eintrat. Er reiste zu einigen Zentren der monastischen Kultur in Kleinasien, Ägypten und Rom. Dabei begleitete er den byzantinischen Chronisten Johannes Moschus, der ihm eine Abhandlung über das religiöse Leben namens Leimõn ho Leimõnon („die geistige Aue“) widmete. Nach dem Tode von Moschus in Rom 619 brachte Sophronius den Leichnam zum Begräbnis zurück nach Jerusalem. Er reiste nach Alexandria und nach Konstantinopel im Jahr 633, um den dortigen Patriarchen Sergius zu bewegen, den Monotheletismus abzulegen, eine Lehre, die einen einheitlichen göttlichen Willen in Christus annahm und zugleich dessen menschliche Wahlfreiheit ausschloss. Sophronius Schriften zu dieser Frage sind verloren.

Obwohl er mit diesem Bemühen erfolglos war, wurde Sophronius 634 zum Patriarchen von Jerusalem gewählt. Bald nach seiner Einsetzung sandte er einen synodalen Brief an Papst Honorius I. und an die östlichen Patriarchen, in dem er den orthodoxen Glauben an zwei Naturen in Christus, nämlich eine menschliche und eine göttliche, gegenüber dem Monotheletismus vertrat, den er für eine subtile Form des häretischen Monophysitismus ansah. Er verfasste darüber hinaus ein Florilegium von rund 600 Texten der griechischen Kirchenväter, um die Position des Dyotheletismus zu untermauern. Auch dieses Werk ist nicht erhalten.

Text: “Sophronius von Jerusalem”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Sofrônio de Jerusalém

1 buch