Porträt von Sophie Arnould
Foto: Jean-Baptiste Greuze · Wikimedia Commons

Autor

Sophie Arnould

Französische Schauspielerin

Geboren
13. Februar 1740, Paris
Gestorben
22. Oktober 1802, ehemaliges 4. Arrondissement von Paris
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Salonnière, Opernsängerin, Bühnenschauspielerin, Model und Schauspielerin

Leben und Werk

Madeleine-Sophie Arnould, auch Magdeleine Arnould (* 13. Februar 1740 in Paris; † 22. Oktober 1802 oder 1803 ebenda) war eine französische Opernsängerin (Sopran) und Salonnière der Aufklärung.

Leben

Arnould gab über sich selbst an, dass sie in der Kammer geboren worden sei, in der Jahre zuvor der Admiral Gaspard II. de Coligny ermordet wurde. Diese Aussage stimmt vermutlich nicht, denn die Brüder Edmond und Jules de Goncourt fanden in den Nationalarchiven einen Auszug aus dem Taufregister der Kirche St-Roch in dem es heißt:

Sie war die älteste Tochter von Jean Arnould und dessen Frau Rose Marguerite (geborene Laurent) und hatte zwei Brüder und zwei Schwestern. Sie wohnten aber tatsächlich, allerdings erst einige Jahre später, in dem Haus des Admirals. Ihre jüngere Schwester Rosalie war von 1770 bis 1790 Kammermusikerin beim König.

Ihre Eltern führten einen Gasthof bei Saint-Germain d’Auxerre, wo das junge Mädchen den Reisenden aufgefallen sein soll. Durch ihre Mutter gut erzogen, sollte Arnould in ein Kloster eintreten. Kardinal de Bernis, Alexis Piron sollen diesen Absichten entgegengewirkt haben, Maria Leszczyńska sie mit Süßigkeiten versorgt haben; die Gastwirtin soll sogar einen gewagten Brief von Voltaire an ihre Tochter zerrissen haben. Die Äbtissin von Penthemont, der ihre weitere Erziehung überlassen wurde, übergab Sophie Arnould dem Oberhofmeister für Musik, welcher ihr eine Opernkarriere ans Herz legte. Es ist überliefert, dass Sophie nach einer Entführung durch den Herzog von Lauragais aus der elterlichen Herberge als „Elevin“ an den französischen Hof in die königliche Kapelle kam. Ihr Debüt an der Pariser Oper gab sie am 15. Dezember 1757. Schon im Folgejahr gehörte sie fest zum Ensemble in Opern von Lully, Rameau, Destouches, Monsigny und anderen. Hier blieb sie bis 1778 der Liebling des Publikums und war die »Königin des Theaters« wie Christoph Willibald Gluck sie rühmte, als er mit ihr seine Iphigenie erarbeitete, sie sang auch in der französischen Erstaufführung seines Orphee. Arnould glänzte ebenso sehr durch ihren reinen, lebhaften und ausdrucksvollen Gesang wie durch ihr schönes Spiel.

Text: “Sophie Arnould”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Sophie Arnould

1 buch