Porträt von Stéphanie Félicité Genlis
Foto: Adélaïde Labille-Guiard · Wikimedia Commons

Autor

Stéphanie Félicité Genlis

Französische Schriftstellerin (1746-1830)

Geboren
25. Januar 1746, Issy-l’Évêque
Gestorben
31. Dezember 1830, Quartier du Faubourg-du-Roule
Staatsangehörigkeit
Frankreich
Beruf
Harfenistin, Hofdame, Salonnière, Romancière und Kinderbuchautorin
Wichtige Werke
The Theatre of Education · L’Amant anonyme · La Femme auteur

Leben und Werk

Stéphanie-Félicité Du Crest, durch ihre Heirat Comtesse de Genlis und Marquise de Sillery, kurz auch Madame de Genlis (* 25. Januar 1746 in Issy-l’Évêque bei Autun; † 31. Dezember 1830 in Paris), war eine französische Hofdame, Erzieherin der Kinder von Ludwig Philipp II. Joseph, Herzog von Orléans, und Schriftstellerin.

Leben

Félicité stammte aus einer verarmten Adelsfamilie des Burgunds. Ihre Eltern waren Pierre-César du Crest, Markgraf von Saint Aubin (1711–1763), und Félicité geborene Mauguet de Mézières (1717–1790). Mit sechs Jahren wurde sie als Comtesse de Lancy (nach der Stadt Bourbon-Lancy) in ein adeliges Stift in Alix bei Lyon aufgenommen, erhielt aber trotzdem ihre gesamte Erziehung, die als „glänzend, aber ungeordnet“ beschrieben wird, zu Hause. Sie war musikalisch begabt und spielte besonders gut Harfe.

Seit 1758 in Paris ansässig, erwarb sie sich mit ihren Künsten als Harfenistin und ihrem lebhaften Esprit schnell Bewunderung. Mit 16 Jahren wurde sie mit dem Markgrafen Charles Brûlart de Genlis verheiratet. 1770 gelangte sie als Ehrendame der Herzogin von Chartres, der Mutter des späteren Königs der Franzosen Louis-Philippe, in das Palais Royal und wurde mit der Erziehung der herzoglichen Kinder beauftragt – eine Aufgabe, die sie neun Jahre lang erfüllte (1791 flüchtete sie mit den Kindern nach England). In England verheiratete sie ihre uneheliche Tochter Pamela Brulart de Sillery, die sie mit Louis-Philippe II. Joseph de Bourbon, duc d’Orléans hatte, mit Edward Fitzgerald. Mit der Revolution sympathisierte sie, musste aber seit 1793 Frankreich meiden. Im April 1793 begab sie sich in die Schweiz, wo sie zusammen mit Louis-Philippe (unter den Namen „Corby“ und „Chabod“) in einem Kloster in Bremgarten Zuflucht fand. Bei der Weiterreise war ihr Johannes Hotze behilflich.

Text: “Félicité de Genlis”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Stéphanie Félicité Genlis

2 bücher