Porträt von Stephen H. Long
Foto: Charles Willson Peale · Wikimedia Commons

Autor

Stephen H. Long

US-amerikanischer Bauingenieur, Eisenbahningenieur, Geograph und Entdecker

Geboren
30. Dezember 1784, Hopkinton
Gestorben
4. September 1864, Alton
Staatsangehörigkeit
Vereinigte Staaten
Beruf
Forschungsreisender, Bauingenieur, Militäringenieur, Ingenieur und Eisenbahningenieur

Leben und Werk

Stephen Harriman Long (* 30. Dezember 1784 in Hopkinton, New Hampshire; † 4. September 1864 in Alton, Illinois) war ein US-amerikanischer Entdecker, Geograph, Vermesser, Bau- und Eisenbahningenieur. Er erkundete den Mittleren Westen, entwarf Lokomotiven und war einer der Pioniere des konstruktiven Ingenieurbaus in den USA.

Leben

Long studierte ab 1805 am Dartmouth College mit dem Bachelor-Abschluss (B.A.) 1809 und dem Master-Abschluss (M.A.) 1812. Dazwischen war er Lehrer in Pennsylvania und New Hampshire. Ab 1815 war er Leutnant im US Army Corps of Engineers (unter Leitung von General Joseph Swift), wobei er ein Jahr Mathematik in West Point lehrte, und ab 1816 Major unter dem Kommando von Andrew Jackson, der gerade die Briten in New Orleans besiegt hatte. 1817 leitete er eine Expedition, die den Oberlauf des Mississippi bis zu den Saint-Anthony-Fällen erkundete. 1819 heiratete er Martha Hodgkiss und leitete im selben Jahr die Yellowstone-Expedition zur Erkundung des Missouri River bis zum Yellowstone (auch Atkinson-Long Expedition nach den beiden Befehlshabern Long und Oberst Henry Atkinson – der die beteiligten Soldaten kommandierte – benannt). Sie starteten in St. Louis mit einem speziell von Long entwickelten Dampfboot. Sie kamen bis Council Bluff und errichteten dort ihr Winterquartier (Engineer Cantonment). Die Expedition erwies sich insgesamt aber als kostspieliger Fehlschlag. 1820 leitete er statt einer Fortsetzung der Erkundung des Missouri eine Expedition, um Gebiete im Mittleren Westen zu erkunden, die im Louisiana Purchase an die USA gekommen waren. Insbesondere suchten sie die Quellen des Arkansas River, Red River und Platte River. Dabei wurden Gebiete erkundet, die an spanisches Territorium grenzten, was damals politisch Vorrang hatte. Den Red River konnte er nicht erkunden, da er auf feindliche Indianer stieß. Wie in seiner vorherigen Expedition beschrieb er die einheimischen Indianerstämme genau. In seinem Abschlussbericht von 1820 hielt er die Prärie-Gebiete von Nebraska bis Oklahoma für unbesiedelbar (er nannte sie Great Desert, Große Wüste) und empfahl sie als Puffer-Gebiet zu Kolonialmächten in Nordamerika wie Spanien, Russland und England. 1823 führte er eine Expedition ins Grenzgebiet zu Kanada, erkundete den Oberlauf des Mississippi, den Red River of the North und den Minnesota River. Seine Expeditionskarten waren später für die Planung neuer Eisenbahnlinien wichtig.

Text: “Stephen Harriman Long”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Stephen H. Long

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