Autor
Teofilo Folengo
Benediktiner
- Geboren
- 8. November 1491, Mantua
- Gestorben
- 9. Dezember 1544, Campese
- Beruf
- Dichter und Schriftsteller
- Wichtige Werke
- Baldus
Leben und Werk
Teofilo Folengo OSB (Pseudonyme Merlin Cocai, Limerno Pitocco; Taufname Girolamo Folengo; * 1491 in Mantua; † 9. Dezember 1544 in Campese, Bassano del Grappa) war einer der Hauptvertreter komisch-burlesker, aber auch religiöser Dichtung der italienischen Renaissance.
Leben
Folengo war der achte von neun Söhnen des Notars Federico Folengo in Mantua. Er besuchte zeitweise den Schulunterricht eines Priesters in Ferrara und trat 1508 in das Benediktinerkloster Konvent Sant’Eufemia in Brescia als Novize ein. 1509 legte er dort sein Gelübde ab und nahm den Ordensnamen Teofilo an. In den folgenden Jahren gehörte er verschiedenen Abteien im Veneto an, so San Benedetto in Polirone (ab 1512), Santa Giustina in Padua, 1515, nunmehr als Diakon, der Abtei Santa Maria in Pomposa, nach der Weihe zum Priester dann dem Kloster Santa Maria del Monte bei Cesena (seit 1517), anschließend wieder Sant’Eufemia (1520) und dann wieder Pomposa (bis 1522). Während dieser Jahre entwickelte er nach dem Vorbild seines mantovanischen Vorgängers Tifi Odasi († 1492) sein makkaronisches Latein, eine literarische Mischsprache, die er in Anspielung auf das bäuerliche Gericht der Makkaroni als 'macaronesca ars' bezeichnet, und die ihre komischen Effekte dadurch erzielt, dass Wörter aus der italienischen Volkssprache und dem Dialekt des Veneto mit lateinischer Flexion und Prosodie ins Lateinische integriert werden.
Nachdem er in die Abtei San Giovanni in Parma gewechselt war (1522), kam es offenbar zu Konflikten mit seinem Abt Ignazio Squarcialupi. 1524 oder 1525 verließ Folengo das Kloster, ohne aber seinen geistlichen Namen und Habit abzulegen. Er ließ sich in Venedig nieder und trat als Privaterzieher von dessen Sohn in die Dienste des Hauptmanns Camillo Orsini, den er in den folgenden Jahren auch bei einigen seiner militärischen Kampagnen zu begleiten hatte.
Text: “Teofilo Folengo”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Teofilo Folengo
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