Porträt von Theodor Mommsen
Foto: Louis Jacoby · Wikimedia Commons

Autor

Theodor Mommsen

Deutscher Historiker und Altertumswissenschaftler (1817–1903)

Geboren
30. November 1817, Garding
Gestorben
1. November 1903, Charlottenburg
Staatsangehörigkeit
Herzogtum Schleswig, Königreich Preußen und Deutsches Reich
Beruf
Althistoriker, Numismatiker, Jurist, Journalist und Rechtshistoriker
Wichtige Werke
Römische Geschichte · Corpus Inscriptionum Latinarum

Leben und Werk

Christian Matthias Theodor Mommsen (* 30. November 1817 in Garding, Herzogtum Schleswig; † 1. November 1903 in Charlottenburg bei Berlin) war ein deutscher Historiker und gilt als einer der bedeutendsten Altertumswissenschaftler des 19. Jahrhunderts. Seine Werke und Editionen zur römischen Geschichte sind für die heutige Forschung noch immer von grundlegender Bedeutung. Unter anderem wegen seines Werks Römische Geschichte wurde er 1902 mit dem Nobelpreis für Literatur geehrt.

Herkunft, Jugend, Studium

Theodor Mommsen stammte aus einer Pfarrerfamilie; sein Vater Jens Mommsen war seit 1821 Pfarrer in Oldesloe im Herzogtum Holstein, wo der älteste Sohn Theodor zusammen mit seinen zwei Brüdern Tycho (1819–1900) und August (1821–1913) sowie seiner Schwester Marie (1828–1893) aufwuchs. Den strengen christlichen Glaubensvorstellungen des Vaters entzogen sich die Kinder nach und nach, jedoch blieb Mommsen bis ans Lebensende ein überzeugter liberaler Protestant, mit einer deutlichen Abneigung gegen den Katholizismus. Obwohl die Familie in eher ärmlichen Verhältnissen lebte, weckte Jens Mommsen bei seinen Kindern früh das Interesse an den antiken Klassikern.

Nach anfänglichem Privatunterricht besuchte Theodor Mommsen ab Oktober 1835 das Christianeum in Altona und begann im Mai 1838 ein Jurastudium an der Universität Kiel. Hier trat er der Burschenschaft Albertina (heute Teutonia) bei und lernte 1839 den später als Dichter berühmt gewordenen Jurastudenten Theodor Storm kennen. Mit diesem teilte er sich zeitweise eine Wohnung in der Flämischen Straße und veröffentlichte zusammen mit ihm und seinem jüngeren Bruder Tycho 1843 das Liederbuch dreier Freunde, eine Gedichtsammlung, die von der Literaturkritik freundlich aufgenommen wurde. Im selben Jahr wurde Mommsen in Kiel bei Georg Christian Burchardi mit der Arbeit Ad legem de scribis et viatoribus et De auctoritate promoviert. Wiewohl eigentlich Jurist, widmete er sich fortan ausgehend von seinen Studien zum Römischen Recht fast ausschließlich der Alten Geschichte, die erst um diese Zeit als eigene Disziplin entstand.

Text: “Theodor Mommsen”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.

Sammlung

Bücher von Theodor Mommsen

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