Autor
Théodore de Bèze
Französischer Reformator
- Geboren
- 24. Juni 1519, Vézelay
- Gestorben
- 13. Oktober 1605, Genf
- Staatsangehörigkeit
- Frankreich, Republik Genf und Schweiz
- Beruf
- Theologe, Übersetzer, Schriftsteller, Hochschullehrer und Dramatiker
- Strömung
- Humanismus
- Wichtige Werke
- De iure magistratuum
Leben und Werk
Théodore de Bèze (auch Theodor von Beza oder Theodor Beza; * 24. Juni 1519 in Vézelay, Burgund; † 13. Oktober 1605 in Genf) war ein Genfer Reformator französischer Herkunft.
Jugend und Ausbildung
Theodor Beza stammte aus einer Adelsfamilie; sein Vater Pierre de Bèze war in Vézelay Landvogt, die Mutter hieß Marie Bourdelot. Von seinem neunten Lebensjahr an wohnte er in Orléans und Bourges im Haus Melchior Volmars, eines deutschen Philologen. Dieser unterwies ihn in den geisteswissenschaftlichen Fächern und machte ihn mit dem Protestantismus bekannt. 1535 verließ Volmar Frankreich, wo es für ihn zu unsicher geworden war, und zog nach Tübingen. Pierre de Bèze bestimmte nun, dass sein Sohn in Orléans Jura studieren sollte. Neben dem Studium verkehrte Beza in dem humanistischen Kreis um Jean Dampierre, was ihn zu ersten eigenen poetischen Versuchen anregte. Nach seiner Promotion 1539 in Orléans zog er nach Paris, wo ihm die Einkünfte aus zwei Pfründen eine sorgenfreie Existenz als neulateinischer Dichter ermöglichten (Poemata juvenilia, Paris 1548). Der Inhalt mancher Gedichte brachte ihm den Vorwurf der Päderastie ein. Er heiratete Claudine Denosse, allerdings heimlich, weil er seine Pfründen nicht verlieren wollte.
Nach inneren Kämpfen und einer schweren Pesterkrankung begab er sich mit Claudine Denosse 1548 nach Genf. Die beiden trafen am 23. Oktober 1548 dort ein; sie traten der reformierten Kirche bei. Das Pariser Parlament verbannte Beza und konfiszierte seine Güter. Am 31. Mai 1549 wurde der in Abwesenheit zum Tod Verurteilte in effigie auf dem Place Maubert verbrannt.
Text: “Théodore de Bèze”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Théodore de Bèze
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