Autor
Thomas Belt
Englischer Geologe
- Geboren
- 27. November 1832, Newcastle upon Tyne
- Gestorben
- 21. September 1878, Denver
- Staatsangehörigkeit
- Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland
- Beruf
- Geologe, Naturwissenschaftler und wissenschaftlicher Sammler
Leben und Werk
Thomas Belt (* 27. November 1832 in Newcastle-upon-Tyne; † 21. September 1878 in Denver, USA) war ein englischer Geologe und Naturwissenschaftler. Belt wurde durch sein Werk über Geologie bei den Goldminen, Glacialgeologie und durch seine Beschreibung über die symbiotische Beziehung zwischen einer Art Akazie und den Pseudomyrmex-Ameisen (Myrmekophylaxis) bekannt.
Leben
Durch die Tyneside Naturalists Field Club wurde das Interesse des jungen Belt für Naturgeschichte geweckt. 1852 ging er nach Australien, wo er acht Jahre lang in den dortigen Goldminen arbeitete. Dort gewann er das praktische Wissen über die Erzlager. 1860 siedelte er nach Nova Scotia um, wo er einige Goldminen leitete. Aufgrund einer ernsthaften Verletzung wurde er gezwungen, nach England zurückzukehren. 1861 veröffentlichte Belt sein Werk Mineral Veins: on Enquiry into their Origin, founded on a Study of the Auriferous Quartz Veins of Australia. Später ging er für ca. drei Jahre nach Dolgellau in Wales, einer anderen Goldminenregion. Dort erforschte er die Felsen und Fossilien der Lingula-Steinplatten. Seine Beobachtungen wurden 1867 in seinen wichtigen und heute klassischen Memoiren im Geological Magazine veröffentlicht.
Nicaragua
Im darauf folgenden Jahr erhielt Belt den Auftrag, einige Goldminen in Nicaragua zu leiten, wo er dann vier Jahre verbrachte. Bei diesem Aufenthalt entstand sein Werk The Naturalist in Nicaragua (1874). In diesem Werk trägt Belt seinen Standpunkt in Bezug auf die frühere Präsenz von Gletschern in jenem Land vor. Ferner beschreibt er als erster die symbiotische Beziehung zwischen Pseudomyrmex spinicola, einer Art roter myrmecophytisch lebenden neutropischen Ameise, die nur in Costa Rica und Nicaragua lebt, und dem tropischen Baum Acacia collinsii. Die Ameisen leben in den Dornen dieses Baumes und ernähren sich von dem Eiweiß und den Fetten (Belt nennt sie „honigähnliche Flüssigkeit“), die dessen Schoten (Belt nennt sie „fruchtähnliche Körper“) für die Ameisen produzieren. Im Austausch dafür schützen die Ameisen den Baum gegen Angriffe anderer Insekten, ganz besonders gegen die der Blattschneiderameisen. Um Belt für diese Beobachtung Ehre zu zollen, erhielten die „fruchtähnlichen Körper“ den Namen „Belt-Körperchen“ (Beltian bodies).
Text: “Thomas Belt”, aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie, unter der Lizenz CC BY-SA 4.0. Daten und Fakten: Wikidata.
Sammlung
Bücher von Thomas Belt
1 buch

